Lokalsport: Anschauungs-Unterricht für Straelener Handballerinnen

Lokalsport : Anschauungs-Unterricht für Straelener Handballerinnen

Testspiele: Frauen kassieren 51 Gegentore. Die Männer der Grün-Gelben verlieren gegen den TV Issum.

SV Straelen (Frauen-Regionalliga) - HSV Solingen-Gräfrath (Dritte Liga) 27:51 (15:29). "Uns wurde gezeigt, wie man richtig Handball spielt", sagte SVS-Coach Thomas Hoffmann nach dem Testspiel gegen den Drittligisten HSV Solingen-Gräfrath. Gegen die starke Deckung der Gäste leisteten sich die Blumenstädter schlichtweg zu viele Fehler, um mehr als nur ein Sparringspartner sein. In unschöner Regelmäßigkeit rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Straelener Tor zu. Solingen zelebrierte Tempohandball vom Allerfeinsten, nahm zu keinen Zeitpunkt den Fuß vom Gas und erzielte in Halbzeit eins sage und schreibe 29 (!) Tore. Die zum Teil sehenswert herausgespielten 15 Treffer der Grün-Gelben verblassten dagegen deutlich.

Nach Wiederanpfiff zogen die Gäste ihre Deckung ein wenig zurück, doch änderte das nichts an ihrer Dominanz. Der Klassenunterschied spiegelte sich im Endergebnis wider. Straelen, ohne die auch in der kommenden Woche verhinderte Lena Linßen angetreten, agierte weiterhin fahrig und unterlag schließlich mit 27:51.

SV Straelen - TV Issum (beide Männer-Landesliga) 17:23 (6:13). Der TV Issum ging zwar als Sieger aus dem Testspiel beim SV Straelen hervor. Zufrieden war nach 60 intensiven Minuten einer hart geführten Partie aber niemand. "Im Vergleich zu den letzten Spielen war das ein Rückschritt. Straelen war nur zu siebt. Da kann es nicht sein, dass wir die zweite Halbzeit verlieren", ärgerte sich TVI-Coach Oliver Cesa nach der Begegnung.

Sein Gegenüber Dieter Pietralla war - trotz der kämpferisch ordentlichen Leistung seiner Mannen in Halbzeit zwei - ebenfalls bedient: "Dieses Spiel spiegelt die gesamte Vorbereitung wider. Wir stehen vor einer ganz harten Sasion." Vom Anpfiff an übernahm Issum das Kommando. Mit robuster Deckung und solidem Angriffsspiel stellte man die Blumenstädter vor größte Probleme. Der TVI ging schnell in Führung und baute diesen Vorsprung bis zur Pause auf 13:6 aus. Nach Wiederanpfiff setzte sich der SV Straelen endlich zur Wehr. Issum war fortan eigentlich nur noch per Gegenstoß und Siebenmeter erfolgreich. "Spielerisch war das nichts mehr", bemängelte Cesa.

(terh)