Handball : Am Punkt geschnuppert

In der Handball-Landesliga verkaufte sich der SV Straelen bei der HSG Nettetal bis auf die verschlafene Anfangsphase ordentlich, hatte sogar die Chance zum Teilerfolg. Doch am Ende reichte es nicht, Straelen verlor 27:29.

In der Handball-Landesliga der Männer hatte der SV Straelen mit der Begegnung beim Tabellenersten HSG Nettetal einen schweren Brocken vor der Brust. Mindestens eine Hausnummer zu groß für die Grün-Gelben. Und das schien sich dann auch gleich in den ersten Minuten auf der Platte der Lobbericher Sporthalle zu bestätigen. Dem Tempo der Nettetaler vermochten die Straelener kaum zu folgen. In der Abwehr fungierten sie allenfalls als Slalomstangen für den wieselflinken Tabellenführer, Bälle schlugen im Minutentakt im von Markus Floeth gehüteten Tor ein.Nach dem 1:7 – gespielt waren gerade einmal sieben Minuten – war dann jedoch Schluss mit lustig, beim SVS setzte allmählich so etwas wie Gegenwehr ein.

Auf Augenhöhe

„Nettetal fühlte sich anscheinend ein bisschen zu sicher“, sahen Carsten Hilsemer und die zahlreich mitgereisten Straelener Fans mit zunehmender Spieldauer eine Begegnung auf Augenhöhe, die vor dem Seitenwechsel auf beiden Seiten noch einige spielerische Schmankerl bereit hielt. An der Tordifferenz zwischen den beiden Mannschaften änderte sich bis zum 15:8 allerdings wenig bis überhaupt nichts, ehe dann doch etwas Spannung ins Spiel kam. „Das war die einzige Phase, in der wir unsere Möglichkeiten konsequent genutzt haben“, sagte Trainer Hilsemer, dessen Team sich auf 14:17 herankämpfte, um schließlich mit einem Vier-Tore-Rückstand den Gang in die Kabine anzutreten (15:19). „Da geht noch was“, lautete das Fazit der Kabinenansprache.

Die zweite Halbzeit war erneut geprägt von einem stetigen Auf und Ab. Während sich die Straelener Handballer in der Defensive jetzt Bestnoten verdienten, hakte es dagegen bei ihnen nun in unschöner Regelmäßigkeit vor dem gegnerischen Kasten. „Wir haben uns zu sehr in Einzelaktionen aufgerieben und leider zu viel verballert“, ärgerte sich der SVS-Coach über die verpasste Chance, nach dem 21:23 für einen durchaus möglichen Führungswechsel zu sorgen, zumal Nettetals überragender Mann, Dennis Föhles, angeschlagen eine Pause in Anspruch nehmen musste, in der er seine Rippen bandagieren ließ.

Ballverluste

Kurz vor Schluss rochen die Blumenstädter dann noch ein weiteres Mal in dieser Begegnung an einem Punktgewinn. Es war dies ein Geschenk der Nettetaler, das allerdings von Straelener Seite nicht angenommen wurde. In Überzahl waren sie beim 25:27 am Drücker. Drei dusselige Ballverluste kurz hintereinander ließen am Ende den damit weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer (wie gewohnt) jubeln.

(RP)