Volleyball : Alles über den Haufen

Die Rechnung zum Klassenerhalt in der Volleyball-Regionalliga droht für den VCE Geldern nicht aufzugehen. Gegen Mitkonkurrent SC 99 Düsseldorf verlor die Eintracht 2:3 (24:26, 25:18, 21:25, 25:22, 12:15).

All die schönen Rechnungen, die Eintracht-Coach Krystian Scheinert kürzlich in Sachen Klassenerhalt aufstellte, sind seit der 2:3-Heimschlappe gegen das bisherige Regionalliga-Schlusslicht absolut gegenstandslos geworden.

"In der nächsten Woche gegen den Tabellendritten Warendorf zu gewinnen, ist eher unwahrscheinlich. Aber Sorpesee, Düsseldorf, Bocholt, Werne und auch Bochum können wir schlagen", hatte Gelderns Coach sechs Spieltage vor Saisonende vorgerechnet. Doch nach der 0:3-Pleite in Sorpesee und der unnötigen Heimniederlage gegen die bis dato erst einmal siegreiche DSC-Sechs muss die Eintracht mehr denn je um ihren Verbleib in Liga drei bangen. Zwar rangiert der VCE drei Spieltage vor Saisonende weiter auf dem Relegationsplatz. Gelderns Vorsprung auf Düsseldorf und das neue Schlusslicht Bocholt beträgt allerdings nur magere zwei Punkte, und ausgerechnet Düsseldorf und Bocholt treffen am kommenden Spieltag im Kellerderby aufeinander. Eine der zwei Mannschaften wird demnach nach Punkten zur Eintracht aufschließen. Außer: Es gelingt im Nachholspiel beim Tabellenzweiten Warendorf oder im folgenden Gastspiel in Werne endlich wieder ein Sieg.

"Wir haben uns selbst geschlagen"

"Wir haben uns ganz eindeutig selbst geschlagen", haderte Eintracht-Coach Krystian Scheinert nach Spielschluss mit dem Auftritt seines Sextetts und der unnötigen Niederlage. Als einen der Knackpunkte im Spiel machte Gelderns Trainer den dritten Satz aus: "Bei 17:13 waren wir mit vier Punkten vorn und am Ende verlieren wir den Satz mit 21:25 und vier Punkten Unterschied. Das sind insgesamt acht verlorene Punkte." Trotz dieses Rückschlags und ihres 1:2-Satzrückstands gab sich die VCE-Sechs, selbst als der DSC im vierten Satz schon 13:7 führte, nicht auf. Nach spektakulärem Teamwork zwischen Zuspielerin Bärbel Gastens und Angreiferin Lisa Valtentin kam Geldern bei 19:19 zum Ausgleich und ließ sich im Anschluss nicht mehr vom Weg in den Entscheidungssatz abbringen.

Der Tie-Break offenbarte dann sofort die andere spielentscheidende Schwäche des VCE-Sextetts im Kellerderby. "Wir sind in allen Sätzen in Rückstand geraten und mussten aufholen", machte Coach Scheinert ein weiteres großes Manko im Spiel seiner Schützlinge aus. Geldern fing sich im Tie-Break einen Rückstand von drei Punkten, den die clevere DSC-Sechs bis zum 15:12 erfolgreich verteidigte.

VCE: B. Gastens, Verheyen, Valentin, Rösen, Spalek, Gey, Reiners, Siepenkort, Hetjens

(RP)