Fußball : Abstiegsplatz wurmt den SVS

Fußball-Oberliga: Straelen empfängt morgen um 14.30 Uhr den VfB Homberg als Ligachef. Doch zuhause hat Grün-Gelb noch Nachholbedarf.

Tabellen lügen bekanntlich nicht. Und schon gar nicht, wenn bereits 13 Spiele absolviert sind. Aufsteiger SV Straelen ist in den meisten Partien im Stil einer Spitzenmannschaft aufgetreten und grüßt daher verdient von Platz eins der Fußball-Oberliga.

Allerdings hat die Topbilanz einen Schönheitsfehler. Im heimischen Stadion an der Römerstraße haben die Grün-Gelben bislang gerade einmal sechs Punkte gesammelt und stehen damit in der sogenannten Heimtabelle auf Rang 15. Dieser Abstiegsplatz soll nach Möglichkeit schon morgen verlassen werden.

Allerdings steht die Mannschaft um Trainer Dietmar Schacht ab 14.30 Uhr vor einer extrem unangenehmen Aufgabe. "Ich hatte den VfB Homberg schon vor der Saison zum engsten Favoritenkreis gezählt. Das scheint sich allmählich zu bewahrheiten", sagt Straelens Co-Trainer Khaled Daftari. Homberg feierte am vergangenen Dienstag einen ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen den FSV Vohwinkel und reist als Tabellenfünfter mit nur zwei Punkten Rückstand auf den SV Straelen an.

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Hombergs Trainer Stefan Janßen hat eine Straelener Vergangenheit. Vor vier Jahren saß er 13 Spiele lang auf der Bank an der Römerstraße und bewahrte die Mannschaft damals vor dem drohenden Abstieg in die Bezirksliga. Beim VfB Homberg, der vor zwei Jahren unter Janßens Regie den Aufstieg in die Oberliga schaffte, hat der 47-jährige Übungsleiter ein sehr junges Team um sich geschart - die meisten Spieler haben ihre fußballerische Ausbildung bei Jugend-Bundesligisten in der Umgebung genossen.

Bestes Beispiel ist der 22-jährige Angreifer Julien Rybacki, der zuvor für den MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf im Einsatz war. "Die Homberger haben in der Offensive viele quirlige Spieler und werden uns alles abverlangen", warnt Daftari. Beim Gastgeber gibt's eventuell eine Änderung in der Startformation. Marvin Hitzek könnte für Yodan Kim, der ein gutes Stück von seiner Bestform entfernt ist, als Rechtsverteidiger auflaufen.

Zu den Gerüchten um seine Person wollte sich der Straelener Co-Trainer gestern nicht äußern. Daftari ist speziell für seine ausgefeilten Gegneranalysen bekannt und hat damit großen Anteil am Straelener Höhenflug. Das ist wohl auch dem Ligarivalen TuRU Düsseldorf nicht verborgen geblieben, der nach der Trennung von Trainer Dennis Brinkmann einen Nachfolger sucht. Daftari wäre nach den Trainern Stephan Houben und Rachid Sraizi sowie Sportdirektor Ilja Ludenberg und Obmann Horst Kucharz der fünfte Fußball-Fachmann, den der SV Straelen verlieren würde.

(RP)