Fußball : SC Auwel-Holt: Derbysieger im Dutzend

Fußball-Kreisliga A: Da wird sich der SV Straelen etwas einfallen lassen müssen. Die völlig überforderte Reserve kassiert eine denkwürdige 0:12-Niederlage gegen den kleinen Nachbarn. TSV Weeze übernimmt die Tabellenführung.

In der Kreisliga A wird der TSV Weeze in der Anfangsphase der neuen Saison seiner Favoritenrolle gerecht und fährt im dritten Spiel den dritten Sieg ein. Ebenso wie Aufsteiger SV Herongen, der auch nach drei Spielen die maximale Punkteausbeute verbuchen kann. Die Reserve des SV Straelen kam im Derby gegen Auwel-Holt mit sage und schreibe 0:12 unter die Räder. Im Tabellenkeller warten Aufsteiger Donsbrüggen, die Reserve der SGE Bedburg-Hau und Viktoria Winnekendonk dagegen immer noch auf den ersten Punktgewinn.

SV Blau-Weiß Herongen – BV Sturm Wissel 2:1 (2:0). Im Aufeinandertreffen der bis dato mit zwei Siegen gut gestarteten Teams setzte sich der Aufsteiger aus Herongen am Ende knapp mit 2:1 durch. Bereits nach elf Minuten führten die Gastgeber durch Treffer von David Pooth und Tim Oploh mit 2:0. Die Gäste zeigten sich beeindruckt und fanden in den ersten 45 Minuten nicht zu ihrem Spiel. Nach dem Seitenwechsel erzielte Ruben Thul in Minute 49 den 1:2-Anschlusstreffer. Doch nach einem kurzen Zwischenhoch verlor die Mannschaft um Trainer Marco Schacht danach wieder ihre Linie und ging am Ende nicht unverdient als Verlierer vom Feld. „Wir haben das Spiel in Durchgang eins verloren. Ich hatte die Mannschaft zwar gewarnt, doch hat sie es leider nicht umgesetzt“, erklärte Schacht nach dem Spiel. „Wir sind natürlich mit der Punkteausbeute nach drei Spieltagen hochzufrieden. In einem intensiv geführten Spiel haben wir am Ende nicht unverdient gewonnen“, analysierte Herongens Spielertrainer Sebastian Tissen.

  • Der SV Herongen – hier Tobias
    Fußball : SV Herongen gewinnt Wahnsinnsspiel
  • Szene aus dem Duell zwischen Sturm
    Kreis Kleve : Siegfried in Wissel knapp am Punkt vorbei
  • Fußball : Voba-Cup: SV Straelen II dreht das Derby

Arminia Kapellen – SV Donsbrüggen 4:0 (1:0). Frustriert zeigte sich Donsbrüggens Trainer Christian Roeskens nach der Niederlage seiner Mannschaft: „Wir haben die erste Halbzeit bestimmt und waren die bessere Mannschaft. Allerdings haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen. Und am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da.“ Der Aufsteiger war in Durchgang eins das bessere Team, jedoch ging die Arminia nach 40 Minuten durch Marcus Brouwers in Führung. Nach dem Seitenwechsel drückte der Gast weiter, musste jedoch nach einem Konter durch Frank Boos nach 55 Minuten das 0:2 hinnehmen. Erneut Brouwers (65.) und Carsten Trienekens (84.) sorgten dann für den Endstand. „Der Gegner war in Halbzeit eins sehr stark. Da hätten wir uns über einen Rückstand nicht beklagen dürfen. Nach der Führung haben wir dann jedoch nichts mehr anbrennen lassen“, erklärte Kapellens Co-Trainer Frank Käter nach der Partie.

Grün-Weiß Vernum – Uedemer SV 1:3 (1:2). Die Gäste aus Uedem bestimmten in der Anfangsphase der Partie das Geschehen, mussten aber in Minute 31 durch Johannes Terhorst den 0:1-Rückstand hinnehmen. Doch nur vier Minuten später erzielte Cahit Erkis den Ausgleich. Kurz vor der Pause traf Christopher Paessens zum 2:1-Halbzeitstand für Uedem. In Durchgang zwei dauerte es dann nur fünf Minuten, ehe erneut Erkis für klare Verhältnisse zu Gunsten der Gäste sorgte. „Aus meiner Sicht ist das ein absolut verdienter Sieg“, brachte es Uedems Trainer Martin Würzler nach der Partie auf den Punkt. Vernums Torwart-Trainer André Wilmsen, der den in Urlaub weilenden Sascha Heigl vertrat, erklärte: „Wir haben heute nicht aggressiv genug verteidigt und dem Gegner zu viel Raum gelassen.“

TSV Weeze – SGE Bedburg-Hau II 4:1 (2:0). Die Gastgeber holten im dritten Heimspiel in Folge souverän den dritten Sieg und führen nun die Tabelle an. Die Gäste, die zu keinem Zeitpunkt mithalten konnten, müssen sich damit in Sachen Erfolgserlebnis weiterhin gedulden. Schon in der ersten Hälfte machte Louis Pacco mit seinem Doppelpack (28., 37.) den Unterschied klar. In der zweiten Halbzeit trafen dann Christian Feegers (59.) und Felix Hendriks (70.) für die Gastgeber. Der SGE gelang kurz vor Schluss nur noch ein Ehrentreffer durch Daniel Ehlert (83.). „Unser Ziel, die ersten drei Spiele zu gewinnen, haben wir erreicht“, zeigte sich Weezes Trainer Marcel Zalewski zufrieden. SGE-Coach Raphael Erps: „Der Sieg für Weeze geht in Ordnung. Der Gegner war ganz einfach besser“.

Viktoria Winnekendonk – SV Siegfried Materborn 0:1 (0:1). Die Gäste aus Materborn konnten auswärts ihre ersten drei Punkte einfahren. Früh gingen sie durch Lukas Limper in Führung (7.) und retteten diese dann über die Zeit. Die Gastgeber schafften den möglichen Ausgleich nicht mehr und bleiben weiterhin bei null Punkten. Das ärgerte auch Cheftrainer Sven Kleuskens: „Die Niederlage ist unglücklich, aber im Endeffekt selbst verschuldet. Wir waren eigentlich gut im Spiel und der Einsatz hat gestimmt. Im letzten Drittel müssen wir einfach konsequenter werden.“ Ingo Pauls, Coach der Materborner, sah ein „starkes Spiel“ seiner Mannschaft. „Wir hatten sehr gute Chancen und unsere Einstellung war sehr gut. Den Sieg und die drei Punkte haben sich die Jungs verdient.“

SV Straelen II – SC BW Auwel-Holt 0:12 (0:3). Die Reserve des SV Straelen, die bisher einen Sieg verzeichnet, erfuhr am Sonntag die bittere Seite des Fußballs. Eiskalt spielten die Gäste ihren Stiefel herunter und überliefen den SVS das gesamte Spiel. Bei den Blumenstädtern, bei denen Nachwuchs-Koordinator Dirk Otten in der Startelf ran musste, lief 90 Minuten lang überhaupt nichts zusammen. SVS-Coach Friedhelm Baumann zeigte sich entsetzt: „Heute haben wir eine deftige Klatsche bekommen. Es hat nichts gestimmt. Und wir konnten uns auch spielerisch nicht wehren. Das müssen wir nun intern besprechen und das Spiel abhaken.“ Gäste-Trainer Lars Allofs lobte seine Mannschaft. „Als wir wussten, dass Straelen ohne große Unterstützung aus dem Regionalliga-Kader auskommen muss, haben wir uns etwas offensiver ausgerichtet. Das hat super funktioniert und wir hätten sogar noch höher gewinnen können. Irgendwann ist der Knoten dann geplatzt. Trotzdem haben wir unseren Stiefel sehr geordnet und diszipliniert runter gespielt.“