Fußball 0:5 - Veert will nur noch Reset-Knopf drücken

Gelderland · Fußball-Bezirksliga, Gruppen 4 und 7: Der SV Veert macht sich das Leben gegen Dilkrath mit katastrophalen Fehlern selbst schwer. Straelens Zweite ist in Bracht zu unaufmerksam. Winnekendonk zeigt gegen SV Hö./Nie. II zwei Gesichter.

Ein gebrauchtes Wochenende erlebten die Fußball-Bezirksligisten aus dem Gelderland. Straelens Zweite, Veert und Winnekendonk gehen leer aus.

DJK Dilkrath - SV Veert 5:0 (2:0). Das erste Wort, das Veerts Interimstrainer Helmut Hetzel nach der deutlichen 0:5-Klatsche über die Lippen kam, ist bezeichnend: "Fassungslos - ich bin einfach nur fassungslos. Die meisten Tore haben wir dem Gegner selbst aufgelegt", sagte er. Dabei fing die Partie auf dem Dilkrather Kunstrasen eigentlich ganz gut an. "Die erste halbe Stunde war ausgeglichen und wir hatten zwei Riesendinger." Die Hausherren agierten dagegen deutlich effektiver.

Einfacher ausgedrückt: erste Chance, erstes Tor. Noch vor der Pause erhöhte die DJK auf 2:0, nachdem ein Veerter Spieler zuvor ausgerutscht war und dem Gegner so die Vorarbeit abnahm. Dennoch machten die Veerter, die mit einer zusammengewürfelten Truppe nach Dilkrath gefahren waren, zu diesem Zeitpunkt noch nicht den Eindruck, als hätten sie sich aufgegeben. "In der Kabine habe ich den Jungs gesagt, dass noch alles möglich ist", sagte Hetzel.

Doch so kam es dann doch nicht mehr. Nach katastrophalen Fehlern legten die Gäste dem Gegner die weiteren Tore mustergültig auf, der abgezockt auf 5:0 erhöhte. "Wir haben in der zweiten Hälfte zwar immer noch dagegengehalten, konnten fußballerisch aber nicht mehr viel machen", erklärte Veerts Interimscoach. Zusätzlich verletzten sich Falk Petersen und Chonlakorn Phonyong und mussten ausgewechselt werden. Da der SV Veert in der kommenden Woche spielfrei hat, ist die Winterpause nun eingeläutet. "Jetzt müssen wir erstmal den Reset-Knopf drücken", sagte Hetzel.

TSF Bracht - SV Straelen II 3:1 (1:1). Zum zweiten Mal in Folge muss der SV Straelen II eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Vor zwei Wochen verlor die Elf von Coach René Gärtner zu Hause gegen Scherpenberg, nun stand das gleiche Ergebnis auf der Anzeigetafel in Bracht. Dabei sahen die Zuschauer keine besonders schöne Partie. "Es war ein schwaches Bezirksliga-Spiel von beiden Seiten", sagte Gärtner. Nach 24 Minuten gingen die Gastgeber durch Marcel Thomas in Führung. "Danach haben wir Druck gemacht." Lohn der Mühen war der Ausgleich zwei Minuten später durch Straelens Co-Spielertrainer Marcel Peters.

Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams auf Augenhöhe, auch wenn Bracht die besseren und auch deutlich mehr Chancen verbuchen konnte. "Wir haben es vor dem Tor zu kompliziert gemacht. Bracht hat seine beiden Spitzen mit langen Bällen angespielt. Wir hatten Probleme beim Umschalten", sagte Gärtner. Die Hausherren stellten in den letzten zehn Minuten die alten Verhältnisse wieder her. Phil Heines und Pascal Wüsten trafen zum 3:1. "Das waren mal wieder selten dämliche Gegentore. Insgesamt waren wir nicht wesentlich schwächer. Vielleicht wäre ein Remis auch gerecht gewesen", resümierte Straelens Trainer. Mit der Niederlage verharrt der SV Straelen II weiterhin auf der Stelle. Der Abstand ans rettende Ufer beträgt nun sechs Punkte.

SV Hö./Nie. II - Viktoria Winnekendonk 3:1 (1:1). Ein einziges Tor war in der Nachbetrachtung der Partie das vorentscheidende und brachte Winnekendonk auf die Verliererstraße. Doch von Beginn an: Die Gäste begannen gegen den Favoriten SV Hö/Nie. II selbstbewusst und furchtlos und belohnten sich durch Marco Timms Treffer zum 1:0. Auch Coach Sven Kleuskens hatte eine "richtig gute" erste Hälfte gesehen. "Doch dann ist wieder das passiert, was zuletzt schon so oft passiert ist." Nach einem Freistoß der Gastgeber machte Winnekendonks Keeper Johannes Rankers eine unglückliche Figur, sodass die Hausherren quasi mit dem Pausenpfiff ausgleichen konnten. "Das war zu diesem Zeitpunkt verdammt bitter. Somit standen wir trotz unserer guten ersten Halbzeit wieder bei Null", sagte Kleuskens. Gleich nach dem Wiederanpfiff drehte Daniel Beine die Partie mit einem "überragenden Tor", wie Viktoria-Trainer Kleuskens zugab. Das 3:1 für die Gastgeber folgte auf dem Fuße, nachdem Alexander Tebart in der Abwehr gepatzt und den Ball für den Gegner unabsichtlich aufgelegt hatte. "Insgesamt zweieinhalb Eigentore darf man sich einfach nicht erlauben. Nach dem 3:1 fehlte die Ordnung in beiden Mannschaften, auch wenn Hö/Nie. II noch zwei gute Chancen hatte, die unser Keeper aber in gewohnter Manier pariert hat", sagte Kleuskens.

(cad)