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SPD Geldern kritisiert Kreissportbund für AfD-Treffen

Partei sieht Fehler beim Kreissportbund : SPD übt Kritik an Einladung für AfD

Der Sportbund des Kreises Kleve hätte nicht im Namen der AfD zum politischen Gespräch laden dürfen, findet die SPD in Geldern.

Die Gelderner SPD kritisiert die Einladung des Kreissportbundes (KSB) zum „Polit-Talk“ mit Vertretern der Partei „Alternative für Deutschland“ in Geldern. „Der KSB unterstützt mit seinen Ressourcen eine Veranstaltung einer Partei, die laut Urteil des Landgerichts Gießen (April 2018) als rechtsextremistisch bezeichnet werden darf“, schreibt Dietmar Bexkens vom Gelderner SPD-Ortsvereinsvorstand.

Kritik entzündet sich daran, dass der Kreissportbund die Einladung zum Polit-Talk „im Namen der Landtagsfraktion und des Kreisvorstandes der AfD“ an seine Mitgliedsvereine verschickt hat. Andreas van Bebber, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gelderner Stadtrat, hat sich an Karl-Heinz Lorenz als Sportpolitischen Sprecher des Kreissportbundes gewandt.

Wenn der KSB bisher zu politischen Gesprächen eingeladen habe, dann sei das „zumindest für uns etwas anderes, als im Namen einer Fraktion oder eines Vorstandes einer Partei zu einer Veranstaltung mit eben nur dieser einen Partei einzuladen“, so van Bebber. Der KSB hätte eine Einladung der AfD auch einfach weiterleiten können; eine eigene Einladung in deren Namen sei nicht erforderlich gewesen. Van Bebber bittet Lorenz um seine „Einschätzung und Kommentierung dieses offensichtlich ziemlich einzigartigen Vorganges“. Die Veranstaltung mit der AfD ist am Dienstag im neuen KSB-Domizil in Geldern.

(szf)