SPD Geldern: Junge Leute sollen alte hÄuser kaufen

Familien-Förderprogramm : SPD: Junge Leute sollen alte Häuser kaufen

Vorschlag der Gelderner Sozialdemokraten: Wenn Familien ältere Immobilien erwerben, soll die Stadt ein Gutachten bezuschussen und dann jährlich Geld fließen lassen.

Die Gelderner SPD macht einen erneuten Vorstoß für ein Förderprogramm „Jung kauft Alt – Junge Menschen kaufen alte Häuser“. Das System dieser Idee: Wenn Paare oder Familien ein Haus kaufen wollen, das mindestens 25 Jahre alt ist, würde die Stadt zuerst ein Altbau-Gutachten bezuschussen  und anschließend für die Dauer von fünf Jahren eine jährliche Zuwendung gewähren. Für Kinder gibt es dabei Extra-Geld.

Die SPD hatte die Idee bereits im Jahr 2015 aufs Tapet gebracht, seinerzeit mit Unterstützung der Grünen und der Fraktion von Linken und Piraten. Das Angebot des Baukindergeldes gab nun den erneuten Anstoß, begründet die SPD. Ein auf Geldern zugeschnittenes Förderprogramm „Jung kauft Alt“ würde „mit großer Wahrscheinlichkeit in unserer Stadt den Immobilienmarkt beleben und auch junge Familien aus anderen Städten gezielt ansprechen“, führt die SPD in ihrem Antrag aus.

In Geldern und in den Ortschaften trügen sich vermehrt die Eigentümer älterer Häuser mit Verkaufsabsichten. „Meist entsprechen die Wohnraumflächen und die Gärten nicht mehr dem aktuellen Bedarf“, stellt die SPD fest. Auf der anderen Seite seien junge Paare und Familien auf der Suche nach günstigen Immoblien. „Mit dem Förderprogramm würden vor allem auch die kleineren Ortschaften unterstützt, die ganz besonders daran interessiert sind, ihre Einwohnerentwicklung mindestens zu stabilisieren“, erläutern die Sozialdemokraten weiter.

Als Förder-Grundbetrag schlägt die SPD sowohl für das Gutachten als auch für die jährliche Zuwendung jeweils  600 Euro vor. Hinzu kämen 300 Euro pro Kind bis zu einer maximalen Höhe von alles in allem 1500 Euro – für das vierte Kind gibt es also kein Geld mehr. Kommen während der fünfjährigen Laufzeit der Förderung Kinder zur Familie hinzu, würde die Höhe des Zuschusses entsprechend angepasst.

„Die Wirtschaftsförderung könnte den Aufbau eines Beratungspools initiieren, dem Makler, Bausachverständige, Architekten oder die Energieberater der Stadt und der Stadtwerke zuarbeiten“, führt die SPD aus. Um einen Kostenrahmen zu haben, könnte für „Jung kauft Alt“ ein jährlicher Maximalbetrag in den Haushalt eingestellt werden, oder man könnte die Zahl der jährlichen Förderfälle begrenzen.

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