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SPD Geldern ist für die Stahlskulptur am neuen Kreisverkehr

Kunst statt gefährliches Hindernis : SPD Geldern ist gegen ein Verbot von Kunst im Kreisverkehr

Die Gelderner Verwaltung lehnt die Stahlskulptur von Friedel Denecke aus Gründen der Verkehrssicherheit ab. Die Sozialdemokraten erheben Einspruch – und verweisen auf andere Beispiele im Kreis Kleve.

Der Antrag der Gelderner SPD, die Stahlskulptur von Friedel Denecke auf dem neuen Kreisverkehr an der Ecke Geldertor/Ostwall/Südwall/Gelderstraße aufzustellen, wurde im Kulturausschuss von der Verwaltung aus Gründen der Verkehrssicherheit abgelehnt. Verwiesen wurde auf ein Merkblatt, das erklären soll, warum in Geldern Kunstwerke im Kreisverkehr „praktisch verboten“ seien.

„Nach unserer Recherche handelt es sich um einen Auszug aus dem ,Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren‘, aufgestellt von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)“, so die SPD. In der Sitzungsniederschrift heißt es dazu: „Bei dem Merkblatt handelt es sich um eine technische Richtlinie, die zunächst angewandt werden müsse, unabhängig von möglichen Ausnahmefällen. Seitens der Verwaltung sollten aus diesen Gründen grundsätzlich keine Kunstwerke in Kreisverkehre aufgestellt werden.“ Die SPD möchte nun wissen, welche rechtliche Bindungskraft das Merkblatt hat. Außerdem beantragt sie, den „Ausschluss von Kunstwerken bei der baulichen Gestaltung von Kreisverkehren im Stadtgebiet Geldern“ erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Das Merkblatt sei weder dem Rat noch seinen Ausschüssen bekannt, heißt es. Auch sei nie der Grundsatz gefasst worden, dass es in Geldern keine Kunstwerke im Kreisverkehr geben dürfe. Darüber zu befinden, gehöre aus Sicht der SPD zu den Kompetenzen des Rates und seiner Gremien.

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Selbstverständlich habe die Gestaltung von Kreisverkehren Sicherheitskriterien zu berücksichtigen, so die SPD weiter. Ob Kunstwerke die Verkehrsteilnehmer ablenken oder im Ernstfall ein gefährliches Hindernis darstellen, müsse geprüft werden. Interessant sei in diesem Zusammenhang, wie viele Unfälle es im Kreis Kleve bereits aufgrund von Kunstwerken in Kreisverkehren gegeben habe.

Dass es an vielen Kreiseln Deutschlands Kunst zu entdecken gilt, zeige die Website www.kreiselkunst.com – zuletzt noch in Kevelaer, wo die Gnadenkapelle als Teil der Fahr-Art in verfremdeter Form installiert wurde. Sicherheitsbedenken habe es dort keine gegeben. „Wie beurteilt die Verwaltung die Tatsache, dass alleine im Kreis Kleve mehr als ein Dutzend Kreisel als Standorte für Kunstwerke dienen?“, fragt die SPD. Selbst der Kreis Kleve als Baulastträger habe Kreisverkehre gestaltet, die laut dem Merkblatt als „starre Hindernisse“ einzustufen wären.

(RP)