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SPD Geldern bemängelt einseitige Unterstützung des Werberings

Debatte um Werbering-Gutscheine : SPD: Nicht nur Werbering-Betriebe mit Rabatt unterstützen

Gelderner SPD-Fraktion befürchtet, dass von der seitens der CDU geplanten Rabatt-Aktion auf Gutscheine nur die Mitgliedsgeschäfte des Werberings profitieren.

Der Antrag der CDU, Einzelhandel und Gastronomie in Geldern“ durch einen Rabatt von 15 Prozent auf Werberinggutscheine zu unterstützen, wird von der SPD nicht gänzlich abgelehnt, aber in einzelnen Punkten kritisiert. So stört die Sozialdemokraten besonders, dass nur Mitglieder des Werberings davon profitieren sollen. Fraktionsvorsitzender Andreas van Bebber: „Das Ansinnen, Einzelhandel und Gastronomie in Geldern stärken zu wollen und das Einkaufen vor Ort zu fördern, ist vor und nach Corona sinnvoll – und es ist natürlich auch jetzt während der noch andauernden Pandemie ein zu unterstützender Ansatz. Die Umsetzungsidee der CDU erscheint allerdings mehr als ein Wahlgeschenk an einen ausgesuchten Kreis des Einzelhandels und der Gastronomie – und als eine Werbemaßnahme für den Werbering.“ Gefördert würden mit dem Antrag der CDU nur die Mitgliedsgeschäfte des Werberinges. Die übrigen Einzelhändler und Gastronomen würden ebenso wie andere kleinere und größere Unternehmen, die teilweise auch von der Corona-Krise stark betroffen sind und ebenfalls noch nicht wissen, ob und wie sie diese überstehen werden, außen vor bleiben. Van Bebber: „Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Veranstaltungsbranche, die immer noch auf das komplette Jahresgeschäft verzichten muss. Innerhalb des begünstigten Empfängerkreises sind die Auswirkungen durch die Corona-bedingten Geschäftsschließungen auch durchaus unterschiedlich. Während etwa Baumärkte bereits relativ früh wieder regen Zulauf verzeichneten, waren Gaststätten und Kneipen deutlich länger komplett geschlossen und sind weiterhin sehr eingeschränkt – wie auch das Kino. All dies wird in dem CDU Vorschlag nicht berücksichtigt.“ Beim Förderprogramm des Landrates habe Bürgermeister Sven Kaiser noch gesagt, dass vor Ort besser und zielgenauer unterstützt werden könnte als von Kleve aus. Der Gutschein-Vorschlag der CDU folge dieser Argumentation nicht.