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SPD-Fraktion lässt örtiche Corona-Impfstelle für Geldern prüfen.

Corona-Pandemie : SPD befürwortet eine örtliche Corona-Anlaufstelle

Eine eigene Impfstation könnte das Impfzentrum in Kalkar entlasten und zugleich die Situation vor Ort verbessern. Außerdem spricht sich die Fraktion für zwei kostenlose Tests pro Woche aus.

Die Gelderner SPD-Fraktion denkt über eine örtliche Corona-Impfstation nach. Wie Ratsmitglied Ulrike Michel in einem Antrag an Bürgermeister Sven Kaiser schreibt, ist zu prüfen, ob und wie bei einer ausreichenden Impfstoffmenge das zentrale Impfzentrum des Kreises Kleve ergänzt werden könnte, um die Impfstrategie zu verbessern und gleichzeitig ein gutes Angebot für die Bürger vor Ort zu schaffen. Ebenfalls zu prüfen sei, ob dies zusätzlich oder anstelle künftiger Impfungen in (Haus-)Arztpraxen sinnvoll und leistbar wäre.

„Seit fast einem Jahr beschäftigt uns die Corona-Pandemie“, so Michel. „Wieder ansteigende Fallzahlen trotz des andauernden November-Lockdowns, Mutationen des Virus, die ansteckender sind und die Verbreitung erhöhen, erfordern schnelle und zielführende Maßnahmen.“ Insbesondere bei weitergehenden Lockerungen, die immer mit zusätzlichen Kontakten einhergehen, sei ein breit angelegtes Test­angebot erforderlich. Vor allem, solange kein ausreichendes Impfstoffangebot zur Verfügung steht.

 Ulrike Michel will die Pandemie besser bekämpfen.
Ulrike Michel will die Pandemie besser bekämpfen. Foto: SPD Geldern/SPD
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Aus diesem Grund beauftragt die SPD die Verwaltung damit, umgehend ein breit angelegtes Testangebot zu organisieren und umzusetzen. „Alle Gelderner Bürger müssen die Möglichkeit haben, sich alle drei Tage beziehungsweise zweimal in der Woche kostenlos mittels eines Schnelltests testen zu lassen.“ Dies gelte im Übrigen auch für auswärtige Schulkinder und Lehrer.

Ziel der Maßnahmen sei es, durch eine breit angelegte Teststrategie weitere oder wieder rasant ansteigende Infektionszahlen einzudämmen. Michel: „Durch frühzeitige Planung ist unter den zu erwartenden Voraussetzungen auch die Impfquote zügiger zu erhöhen.“ Impfzentren seien ein wichtiger Baustein, um den Großteil der Bevölkerung zu erreichen, aber nicht der einzige. Unter Einbindung des in Geldern vorhandenen Knowhows in den Arztpraxen und Apotheken (Personal, Logistik, Kühlung/Lagerung), lokaler Veranstaltungstechniker (Infrastruktur und Ausstattung) und der Verwaltung (Termine, Anmeldung, Empfang, Ordnung) sowie der Bereitstellung einer entsprechenden Immobilie (Bürgerforum, Sporthalle) könnte so ein entscheidender Beitrag zur Pandemiebekämpfung vor Ort geleistet werden.