Sparkasse Krefeld blickt in Geldern auf das vergangene Jahr zurück.

Sparkasse Krefeld stellt in Geldern Bilanz vor : Sparkasse wird immer digitaler

Vorstandsvorsitzende Birgit Roos und Regionalleiter Geldern Patrick Thekook nutzten das Bilanzpressegespräch in Geldern am Montag, um die neuen Angebote vorzustellen. Der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2018 fällt positiv aus.

Die Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle in der Geschäftspolitik der Sparkasse Krefeld. Vorstandsvorsitzende Birgit Roos und Regionalleiter Geldern Patrick Thekook nutzten das Bilanzpressegespräch in Geldern am Montag, um die neuen Angebote vorzustellen. „Die Entwicklungen sind gigantisch“, so Birgit Roos. Die Hälfe aller Kunden nutze Online-Angebote. Besonders attraktiv sei die App der Sparkasse, die man sich in Geldern von den Mitarbeitern einrichten und erläutern lassen kann. Als eine der ersten Geschäftsstellen hat Geldern als „Kunden-Hotspot“ ein WLAN-Netz, das man dafür nutzen kann.

„Es ist natürlich etwas ganz anderes, wenn wir die App im Gespräch mit dem Kunden nach seinen Bedürfnissen einrichten, als wenn er damit zu Hause allein gelassen wird“, berichtet Patrick Thekook. 54.000 Kunden der Sparkasse Krefeld nutzen die App bereits. Speziell für die gewerbliche Kundschaft gibt es zudem die Finanzcockpit-App. Zu den neuen Angeboten gehört auch der elektronische Safe, in dem Kunden wichtige Unterlagen hochladen und sicher im geschützten Bereich verwalten können.

Der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2018 fällt bei der Sparkasse Krefeld positiv aus. „Wir haben die Herausforderungen angenommen und gut gemeistert“, sagt Birgit Roos. Die Bilanzsumme stieg um 3,3 Prozent auf 272 Millionen Euro, der Bilanzgewinn liegt wie im Vorjahr bei 7,4 Millionen Euro. Er soll – wie in den Jahren zuvor – in die Sicherheits­rücklage gehen: „Für eine Bank ist es zentral, ausreichend kapitalisiert zu sein, um ihr Kerngeschäft ausweiten zu können“, erläuterte Roos. Viele Neukunden wurden gewonnen: Rund 12.500 neue Privat- und 6600 Geschäftskonten wurden eröffnet. Und die Sparkasse gebe auch Geld zurück ins Geschäftsgebiet, betonte Roos: Über Steuerzahlungen, Stiftungen, Spenden und Sponsoring seien 32,4 Millionen Euro in das Geschäftsgebiet geflossen.

Das Kreditvolumen wuchs vor allem dank der weiterhin guten Entwicklung im Immobilienbereich. Das gilt auch für die Nachfrage der Geschäftskunden. „Nach unseren Beobachtungen nutzen Unternehmer weiterhin vielfach das Mittel der Eigenfinanzierung, um notwendige Investitionen zu tätigen.“ Das Vertriebsergebnis der privaten Baufinanzierung kletterte auf ein neues Allzeithoch von 447 Millionen Euro (plus 4,6 Prozent). 276 Häuser, Grundstücke und Wohnungen hat die Sparkasse als Makler vermittelt.

Etwa 220 Kindergärten, Schulen, Sportverein und andere gemeinnützige Einrichtungen hat die Sparkasse Krefeld im Gelderland 2018 unterstützt. Insgesamt 168.000 Euro wurden aus verschiedenen Budgets ausgeschüttet. Hinzu kommen Mittel aus dem zentralen Budget der Sparkasse, etwa für das Courage-Festival, „Jugend musiziert“ oder Aktivitäten des Kreissportbunds. Patrick Thekook: „Im Jahr landen 300 bis 4000 Anfragen bei mir auf dem Schreibtisch. Wichtig ist mir dabei, mit den Vereinen ins Gespräch zu kommen. Dabei gilt: Eine Unterstützung ist kein Dauerauftrag, sondern wir wollen immer wieder andere Vereine unterstützen.“ Vereine, die Geld sammeln wollen, können auch die digitale Plattform Gemeinsam#GutesTun nutzen. Das Spendenportal hilft, online Geld für bestimmte Projekte zu sammeln.

Im laufenden Jahr sieht Birgit Roos eine „Eintrübung“ im gewerblichen Bereich. Unsicherheiten etwa wegen des Brexits machen sich auch am Niederrhein bemerkbar. Im Immobilienbereich sieht Patrick Thekook weiterhin eine hohe Nachfrage – manchmal zu aus seiner Sicht zu hohen Preisen. Das liege vor allem daran, dass immer weniger Objekte bei weiterhin hoher Nachfrage zur Verfügung stehen.

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