Gelderland: Spargelfelder ohne Spargelstecher sind Absicht

Gelderland: Spargelfelder ohne Spargelstecher sind Absicht

Besorgte Radfahrer und Spaziergänger meldeten sich und teilten der Redaktion ihre Beobachtungen mit, die sie in Walbeck und Twisteden gemacht hatten. Da lägen einige Spargelfelder brach, hieß es. Ob das eventuell damit zu tun habe, dass die Spargelbauern den Saisonkräften keinen Mindestlohn mehr zahlen wollten.

Eine Vermutung, die Franz-Peter Allofs, Vorsitzender der Spargelbaugenossenschaft Walbeck und Umgegend, am Telefon mit einem Lachen von sich weist. "Der Mindestlohn ist kein Thema. Den müssen alle zahlen, fertig, aus." Um dann schriftlich Erklärungen für das vermeintliche Brachland folgen zu lassen.

Es gebe mehrere Gründe, Spargelfelder nicht zu beernten. Zum einen, wenn es Junganlagen sind, die im vergangenen Jahr gepflanzt wurden und somit in diesem Jahr nicht oder nur ganz kurz beerntet werden. "Da in diesem Jahr die Ernte so früh angefangen hat wie noch nie zuvor, sind einige Junganlagen nicht beerntet worden. Diese wachsen jetzt durch und müssen sich für die nächste Saison kräftigen."

Auch seien einige Grünspargelanlagen zu finden, die noch nicht mit kleinen Minitunnel-Anlagen belegt sind, da diese "verspätet" werden. Diese Anlagen werden laut Allofs zeitnah mit Folien bedeckt und werden dann voraussichtlich bis Mitte Juli beerntet werden. "Auch durch den frühen Beginn der Spargelernte hatten wir Schwierigkeiten, die Erntehelfer zu einem so frühen Zeitpunkt auf die Spargelfelder zu bekommen, denn normalerweise fängt die Ernte langsam so um den 1. April langsam an." So sei halt jedes Jahr anders.

(kla)