Geldern: Sieger des "Schaufensters" stehen fest

Geldern : Sieger des "Schaufensters" stehen fest

Gewinner des Wettbewerbs "Schaufenster Geldern 2014" ist das Bekleidungsgeschäft "Wunderhandwerk". Dort werden aus alten Textilien völlig Neue kreiert. Platz zwei und drei gehen ans erste Passivhaus im Nierspark und Haus Karin.

Die Freude war den beiden Gewinnerinnen sichtlich anzusehen. Stefanie Artz und Michaela Schanzer-Nohn strahlten gestern Abend regelrecht um die Wette, als sie auf die Bühne gerufen wurden, um den ersten Preis des Wettbewerbs "Schaufenster Geldern 2014" aus den Händen von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks entgegenzunehmen. "Ich kann es immer noch nicht so recht fassen", gab Artz kurz nach der Preisverleihung in der umgebauten Halle Gelderland im Seehotel zu. Drehte sich im vergangenen Jahr noch alles um das Thema Blumen, gingen die Preisausrichter der Stadt Geldern dieses Mal einen Schritt weiter. Unter dem Motto "Energie, Wasser und Versorgungstechnik - verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen" waren Bürger und Unternehmen aufgerufen, sich mit ihren innovativen Projekten rund um das Thema zu bewerben.

Eine Jury aus Verwaltung, Politik, Werbering und Medien traf eine Vorauswahl, aus der acht Kandidaten hervorgingen. Das Besondere: Gelderner Bürger durften ihr Lieblingsprojekt per Abstimmung wählen. Das Bekleidungsgeschäft "Wunderhandwerk" lag ganz oben in der Gunst der Gelderner. Artz und Schanzer-Nohn schneidern aus alten Stoffen neue Textilien und sorgen somit für Nachhaltigkeit. Ein Konzept, das ankommt. "Schön ist es vor allem, dass die Gelderner das Projekt so toll finden. Wir hatten uns gar nichts ausgerechnet, weil wir nicht mit Energie-Einsparzahlen oder Ähnlichem aufwarten können", sagte Schanzer-Nohn.

Die Prämierung des Projektes passte zugleich zudem, was die Bundesumweltministerin in ihrem Vortrag thematisiert hatte: "Klimaschutz verhindert keine wirtschaftlichen Chancen, sondern schafft völlig neue. Alle Klima-Maßnahmen sollten unter drei Gesichtspunkten stehen: Vernunft, Ersparnis und Gewissenhaftigkeit", appelierte Hendricks. Den zweiten Platz belegten Philipp von der Linde und Dietmar Krebber, die das erste Passivhaus im Gelderner Nierspark errichtet haben, das mit energiesparenden Verbrauchszahlen besticht. "Und das Schöne ist, dass es sich in die Architektur der Umgebung einfügt. Bei der Preisverleihung hatten wir uns schon etwas ausgerechnet. Das es letztlich der zweite Platz geworden ist, ist wirklich toll", sagte Architekt von der Linde. Auf Platz drei landeten die Umbaumaßnahmen im Haus Karin. Durch energieeffiziente Sanierungs- und Baumaßnahmen spart die Wohn- und Pflegeeinrichtung nun 55 Prozent in ihrem Primärenergieverbrauch ein. "Der dritte Platz ist eine schöne Anerkennung für die anstrengende Arbeit", sagte Heribert Reul.

Umrahmt wurde die Preisverleihung durch einem Vortrag des Zukunftsforschers Johannes Gabriel und einem Gesangsauftritt von Melanie Buchwald.

(RP)
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