Sieben Männer aus Geldern, Lüllingen und Twisteden sammeln Spenden.

Radfahrer für den guten Zweck : „Eifelfüchse“ radeln für die Krebshilfe

Die sieben Männer aus Geldern, Lüllingen und Twisteden legen mit ihren Rennrädern viele Kilometer zurück und sammeln Spenden. Eine weitere Einnahmequelle für den guten Zweck ist eine 80-er-Jahre-Party.

Die Rennradgruppe „Eifelfüchse“ tritt seit vier Jahren für einen guten Zweck kräftig in die Pedale. Um Spenden zu sammeln, nehmen die sieben Radfahrer aus Geldern, Lüllingen und Twisteden seit 2016 jährlich bei der „Big Challenge“ in Winnekendonk und dem „Ride for the Roses“ in den Niederlanden teil. Bei diesen Radtouren werden fleißig Spenden für die deutsche und die niederländische Krebshilfe gesammelt.

„Für mich ist es eine Herzenssache“, sagt Dieter König. Der Lüllinger war vor einigen Jahren selbst Krebspatient. Daher weiß er, wie wichtig die Spendengelder für die Krebshilfe und vor allem auch für die Forschung sind. „Die größte Motivation für uns ist Dieter. Als er selbst betroffen war, da haben wir direkt gesagt, wir unterstützen ihn und machen mit“, erinnert sich Heino Broicher, einer von den „Eifelflüchsen“. Sie alle haben ihn während seiner Zeit im Krankenhaus fleißig besucht und waren für ihn da.

Schon einiges hat die Radfahrgruppe für den guten Zweck geschafft: 8000 Euro für die deutsche, und 1000 Euro für die niederländische Krebshilfe konnten die sieben Freunde bereits sammeln. Als Startgeld für die „Big Challenge“ hat von ihnen sogar jeder 500 Euro gespendet.

Doch auch das reicht ihnen noch nicht. Nicht nur mit den Radtouren, sondern auch mit den 80er-Jahre-Partys, die sie seit 2018 jährlich in Lüllingen organisieren, sammeln sie ordentlich Spendengelder. Alle Getränke, die sie herausgeben, sind auf Spendenbasis. Und die Lüllinger, die alle hinter der Gruppe und ihren Aktionen stehen, sind spendabel. Der gesamte Erlös wird jedes Jahr an die Kinderkrebsklinik Düsseldorf gespendet. „Uns ist es wichtig, dass wir Geld zusammen bekommen, ob mit dem Fahrrad oder mit Partys, das ist uns egal“, sagt Hans-Gerd Cox. Und damit sind die „Eifelfüchse“, zu denen auch Hans Richter, Frank König, Johannes van Lipzig und Frank Reusler gehören, erfolgreich: Mithilfe der von ihnen veranstalteten Partys konnten sie in den vergangenen Jahren schon mehr als 10.000 Euro für die Klinik in Düsseldorf sammeln.

Zweimal haben die Männer die Klinik bereits besucht, um zu sehen, wo ihre Spenden überhaupt ankommen: „Ich hatte echt Gänsehaut, und es ist auch wirklich traurig, aber dann sieht man mal, wo unsere Spenden helfen können“, berichtet Dieter König.

Schon seit 2008, also lange vor ihrem sozialen Engagement, schwingt sich die Truppe zusammen aufs Rad. Allein für die Spenden haben sie bereits 6000 Kilometer zusammen zurückgelegt. Untereinander belegen sich die Männer mit Fuchsnamen und treffen sich in ihrem „Fuchsbau“, einer Hütte im Garten von Dieter König in Lüllingen. Der Name der Truppe erinnert daran, dass die Männer damals, noch zu Michael-Schumacher-Zeiten, in die Eifel bis zum Nürburgring fuhren.

Aufgrund der Erkrankung tritt Dieter König nicht mehr so schnell in die Pedale wie früher, doch seine Freunde sind eine große Unterstützung: „Die gucken immer schön, dass ich mithalte“, sagt er mit einem Lächeln.

Die Motivation wird mit jedem Euro, den die Gruppe sammelt, größer. Auch dieses Jahr haben sie vor, wieder an den Radtouren „Big Challenge“ und „Ride for the Roses“ teilzunehmen, und die Vorfreude ist schon groß. Mit ihren Aktionen wollen die „Eifelfüchse“ auch auf die Notwendigkeit von Spenden aufmerksam machen. Besonders zum morgigen internationalen Kinderkrebstag.