Stiftung der Volksbank für Heimatforschung und Heimatpflege Heimatgeschichte lebendig halten

Pont · Mit Spenden in Höhe von insgesamt 13.900 Euro unterstützt die Stiftung der Volksbank für Heimatforschung und Heimatpflege die Arbeit von Vereinen in der Region. Ein kleiner Festakt fand auf Haus Ingenray in Pont statt. Anlässlich ihrer Jubiläen erhalten Trommlerkorps und Knappenverein aus Sevelen Geld aus der Stiftung.

 Stilecht kamen die Sevelener Bergknappen zur Spendevergabe der Stiftung der Volksbank für Heimatforschung und Heimatpflege auf Haus Ingenray in ihren Uniformen.

Stilecht kamen die Sevelener Bergknappen zur Spendevergabe der Stiftung der Volksbank für Heimatforschung und Heimatpflege auf Haus Ingenray in ihren Uniformen.

Foto: Gerhard Seybert/Gehard Seybert

In Sevelen wird im kommenden Jahr gleich doppelt gefeiert. Das Trommlerkorps blickt auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Ebenfalls vor 100 Jahren gründete sich der Knappenverein. Beide Jubilare können bei der Erstellung von Festschrift beziehungsweise Chronik mit Mitteln der Stiftung der Volksbank für Heimatforschung und Heimatpflege. Jeweils 800 Euro erhielten die Vereine aus dem Hexendorf im Rahmen der Vergabe der Stiftungsmittel, die in diesem Jahr auf Haus Ingenray in Pont stattfand.

Insgesamt 20 Vereine waren eingeladen, um Spenden von 200 bis 1500 Euro in Empfang zu nehmen. Vor dem kleinen Festakt gab es eine exklusive Führung durch Haus Ingenray. Das Anwesen wurde 1962 von dem Bauunternehmer Hans Stratmans gekauft. Nach dem Tod von Hans und Emilie Stratmans wurde Ingenray gemeinsam mit der umfangreichen historischen Sammlung der Eheleute an die gemeinnützige „Emilie und Hans Stratmans“-Stiftung übergeben. Als Treuhänder der Stiftung setzte sich der Historische Verein für Geldern und Umgegend unermüdlich für den Umbau des Herrensitzes zur Forschungs- und Begegnungsstätte ein. Dr. Matthias Schrör, Direktor der Emilie-und-Hans-Stratmans-Stiftung, die ihren Sitz auf Haus Ingenray hat, begrüßte die Preisträger. Das gemeinsame Interesse an der Geschichte der eigenen Heimat sei „ein Band zwischen unseren Institutionen. Meine Freude heute ist daher ganz bei Ihnen“.

 Jährlich fördert die Stiftung der Volksbank an der Niers Projekte und Initiativen rund um Kultur, Tradition, Geschichte und Bräuche für die Region. Insgesamt wurden in diesem Jahr 13.900 Euro ausgeschüttet. Beiratsvorsitzender Dr. Rainer Killich, der in diesem Jahr seine Premiere als Vorsitzender des Stiftungsbeirates hatte, nahm die feierliche Vergabe der Stiftungsmittel vor, während die anwesenden Vereinsrepräsentanten ihre Projekte vorstellten.

Die größte Unterstützung erhielten mit 1500 Euro der Arbeitskreis Weezer Heimatgeschichte für die Erstellung eines Jahrbuchs und der Historische Verein für Geldern und Umgegend für die Einbindung von Farbfotos im Geldrischen Heimatkalender. Je 1000 Euro bekamen der Heimatverein Goch für den Druck des zweiten Bandes von „Trinkfreudige Gocher“, der Kreispferdesportverband Kleve für die Restaurierung von Standarten und der Heimatverein Nierswalde für die Restaurierung der Tafeln zur Geschichte des Dorfes.  800 Euro gingen an die beiden Sevelener Vereine, 750 Euro an den Verkehrs- und Heimatverein Kessel für seine Chronik, 700 an den Heimat- und Verschönerungsverein Veert für die Erinnerungstafeln an den alten Höfen und 600 Euro an die Freiwillige Feuerwehr Geldern für die Restaurierung der historischen Windfahne. Die weiteren Projekte: Modellbau-Team Rhein-Maas (Nachbau Geldernsche Kreisbahn, 550 Euro), Heimat- und Verschönerungsverein Asperden (Restaurierung Höfe Kreuz, 500 Euro), RAF-Museum Laarbruch (Dokumentation über die Zeit der Royal Airforce in Weeze, 500 Euro), St.-Hubertus-Gilde Keylaer (Glockensteuerung in der Hubertuskapelle, 400 Euro), St.-Maria-Magdalena-Bruderschaft Boeckelt (Restaurierung Ehrenmal, 350 Euro), Gesellige Vereine Winnekendonk (Restaurierung alter Gemeindetisch, 300 Euro), St.-Antonius-Schützen-Gilde Kevelaer (Restaurierung Wanderpokal, 250 Euro), Förderverein Denkmal-Grabmal (Restaurierung Grabsteine von Anton Seng, 200 Euro), und Bergknappenverein St. Barbara Kevelaer (Überarbeitung der heiligen Barbara im Brunnenhof der Basilika, 200 Euro).

Johannes Janhsen, Mitglied des Stiftungsbeirates und Vorstandsmitglied der Volksbank an der Niers, begrüßte die zahlreichen Vertreter der geförderten Vereine und wünschte ihnen gutes Gelingen bei der anstehenden Umsetzung der Ideen. „Alle heute vorgestellten Vorhaben zeichnet eines aus: Es fließt sehr viel ehrenamtliche Arbeit und Engagement in jedes einzelne Projekt. Für diesen Einsatz gilt Ihnen unser Dank.“

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