Angelika Linnemann-Dienstbier: Sevelener Gedankenwald: Großes Interesse für das Kunstprojekt

Angelika Linnemann-Dienstbier: Sevelener Gedankenwald: Großes Interesse für das Kunstprojekt

Ein Förderverein wurde gegründet. Die Issumer steuern eigene Ideen bei. Jetzt geht es um die Finanzierung des Projektes. Weitere Treffen sind geplant.

Wie lief der Abend, an dem im Issumer Ratssaal das Kunstprojekt des Schweizer Künstlers Gert Gschwendtner vorgestellt wurde? Dieser soll ja in einem Waldstück in der Nähe des Koetherdycks in Sevelen entstehen, an der jetzigen "Lügenecke".

Angelika Linnemann-Dienstbier Wir waren knapp 20 Leute, es waren Vertreter aus den Bruderschaften, anderen Vereinen und der Politik anwesend und solche, die aus der Zeitung vom Gedankenwald erfahren haben. Es kamen direkt neue Ideen auf.

Welche?

Linnemann-Dienstbier Ein Imker möchte sich engagieren, der Tischlermeister Knoor will bei Kunstwerken, die aus Holz, das möglichst aus dem Sevelener Wald kommen soll, unterstützen, und Werner Soika, dem das Waldstück gehört, hat die Idee einer maßstabsgetreuen Darstellung der Sonne zu einem Stern, der exakt so weit entfernt ist, wie Sevelen in Deutschland und Sevelen in der Schweiz. Denn die Partnerschaft war immerhin der Auslöser des Kunstprojekts Gedankenwald.

Sie waren schon Gründerin des Fördervereins Herrlichkeitsmühle. Hat sich wieder einmal bestätigt, dass die Issumer für neue Ideen offen sind und gerne anpacken?

Linnemann-Dienstbier Das kann man bestimmt so sagen. Der Tenor des Abends war: Genau das müssen wir hier für uns machen. Wichtig ist mir noch zu sagen, dass trotz der Kunstinstallationen der Wald Wald bleibt. Es wird Wege geben, die zu den Kunstwerken hinführen, der Rest ist und bleibt Wald.

Auch für den Gedankenwald wurde bereits am ersten Abend ein Förderverein gegründet?

Linnemann-Dienstbier Ja, ich war selbst überrascht über den schnellen Auftakt. Angeschoben wurde die Gründung unter anderem von Josef Deutskens, dem ebenfalls ein Waldstück in der Nähe gehört. An dem Abend wurden direkt Nägel mit Köpfen gemacht und ein Förderverein Gedankenwald gegründet. Damit haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht.

Was ist mit der Finanzierung? Gibt es erste finanzielle Zugeständnisse?

Linnemann-Dienstbier Nein, aber darauf lag bei unserem ersten Informationstreffen auch nicht der Schwerpunkt. Jetzt, mit dem Förderverein im Hintergrund, können wir Sponsoren ansprechen.

Wie geht es weiter?

Linnemann-Dienstbier Das nächste Ziel ist, nach den Sommerferien eine größere Veranstaltung mit dem Künstler Gschwendtner und Professorin Dr. Heidi Helmhold, die das Projekt begleitet, im Sevelener Bürgerhaus durchzuführen. Dann wird es um die konkretere Umsetzung gehen.

DIE FRAGEN STELLTE BIANCA MOKWA.

(RP)