Stromverbrauch reduzieren Seniorenbeirat wirbt für Energieeinsparung

Geldern · Die Kosten für Gas explodieren. Dabei lässt sich der Verbrauch schon durch einfache Maßnahmen reduzieren. Hier sind ein paar Tipps für den Sommer.

 Es gibt viele Möglichkeiten, Strom zu sparen. Das meint der Seniorenbeirat Geldern. Foto: Uli Deck/dpa

Es gibt viele Möglichkeiten, Strom zu sparen. Das meint der Seniorenbeirat Geldern. Foto: Uli Deck/dpa

Foto: dpa/Uli Deck

Der Seniorenbeirat der Stadt Geldern appelliert an alle Familien, jetzt im Sommer möglichst wenig Erdgas für die Stromerzeugung zu verbrauchen. Jede Familie sollte bewusst Strom einsparen, was zum Teil sehr einfach sei.

Der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Dieter Schade, glaubt zu wissen, wie es in den Familien abläuft: Der Wecker schellt, die Mutter steht auf und macht das Licht an, das gleiche in den Kinderzimmern und im Bad. Es ist taghell, aber die Jalousien werden oft viel später hochgezogen. Der Sohn fährt den PC hoch, guckt etwas nach, geht weg, der PC (0,13 bis 0,20 kW/h) bleibt an, die Tochter schaltet mit einer Tasse Kaffee in der Hand den Fernseher (0,10 kW/h) an. Der Kaffee ist getrunken, der Fernseher bleibt an.

 Wasch- und Spülmaschine sollten vollständig beladen benutzt werden, Wäschetrockner nur in Ausnahmefällen. „Sehr viele Mitbürger duschen gern lange und heiß“, so Schade. Wer zehn Minuten duscht, verbraucht mit seinem Durchlauferhitzer drei kW/h. Dabei reiche schon die Hälfte der Zeit, außerdem sei tägliches Duschen dermatologisch ungesund.

„Jede Familie muss bewusst und diszipliniert mit dem Stromverbrauch umgehen“, sagt Schade, „um mindestens eine kW/h täglich einzusparen und somit den Gasverbrauch erheblich zu senken.“

Bei Geschäften, Behörden, in Büros und auf Fluren seien die Sparmöglichkeiten noch viel größer, erklärt der Seniorenbeirat. „Trotz hellstem Sonnenschein strahlen die Deckenleuchten den ganzen Tag“, gibt Schade ein Beispiel. „Je mehr im Sommer verbraucht wird, umso mehr verringern sich die Reserven.“ Hier denkt der Seniorenbeirat an die Geringverdiener, Rentner, Witwen und Witwer und viele andere, die darauf achten müssen, dass sie finanziell über die Runden kommen.

Bei einer Verdoppelung der Heizkosten werden viele Senioren – auch kinderreiche Familien und Alleinerziehende – trotz staatlicher Beihilfen tageweise im kalten Zimmer sitzen. Nicht viele können für eine 60 Quadratmeter große Wohnung Heizkosten in Höhe von 150 Euro und mehr im Monat bezahlen.

 ARCHIV - 04.10.2021, Niedersachsen, Hannover: Die Netzstecker verschiedener Geräte sind in einem Wohnzimmer in eine Steckdosenleiste gesteckt. In Deutschland haben im vergangenen Jahr nach Angaben der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamtes rund 5,4 Millionen Haushaltskunden ihren Stromlieferanten gewechselt. Das entspricht knapp elf Prozent aller Haushaltskunden und ist der höchste Wert seit mindestens 2011. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 04.10.2021, Niedersachsen, Hannover: Die Netzstecker verschiedener Geräte sind in einem Wohnzimmer in eine Steckdosenleiste gesteckt. In Deutschland haben im vergangenen Jahr nach Angaben der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamtes rund 5,4 Millionen Haushaltskunden ihren Stromlieferanten gewechselt. Das entspricht knapp elf Prozent aller Haushaltskunden und ist der höchste Wert seit mindestens 2011. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

„Jetzt im Sommer kann jeder bewusst durch verantwortliches Handeln für den kommenden Winter, wenn auch nur im Kleinen, etwas helfen. Bei 40 Millionen Haushalten wäre eine millionenfache Einsparung beim Gas möglich“, ist der Seniorenbeirat der Stadt Geldern überzeugt.

(RP)