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Seniorenbeirat Geldern macht sich fürs Impfen gegen Corona stark

Appell des Seniorenbeirats Geldern : Gelderner Seniorenbeirat macht sich fürs Impfen stark

Die Mitglieder des Gelderner Gremiums appellieren besonders an ihre Altersgenossen, sich und andere zu schützen. Auch das Boostern dürfe nicht vernachlässigt werden.

Die Mitglieder des Seniorenbeirats der Stadt Geldern sind über die immer mehr steigenden Corona-Zahlen sehr besorgt und rufen alle Mitbürger auf, sich impfen zu lassen. Besonders die dritte Impfung, das Boostern, dürfe nicht vernachlässigt werden, es geht nicht schnell genug. Bisher habe etwa nur die Hälfte der Betroffenen die zusätzliche Auffrischungsimpfung erhalten. Hier die Argumente der Vertreter der älteren Bürger Gelderns.

Willi Theis „Ich bin geimpft und geboostert und finde es natürlich unverantwortlich, sich nicht impfen zu lassen. Ob uns die Impfpflicht weiterbringt, ist eine schwierige Frage und sollte vor allem nicht zur Verhärtung der Fronten führen, was übrigens auch bei einer Gegendemonstration passieren könnte. Hoffentlich kommen wir durch diese Krise gut durch.“

Doris Klaus „Mir ist es einfach unverständlich, wie Menschen die Impfung verweigern können, gleichzeitig aber erwarten, dass unser Gesundheitssystem sie auffängt, wenn sie selbst oder ihre Angehörigen an Covid 19 erkranken. Ich bedaure es sehr, dass sich so viele Menschen dem Gemeinwohl entziehen. Noch vor 100 Jahren hat die Spanische Grippe allein in Deutschland etwa 260.000 und weltweit 50.000.000 Menschenleben gefordert. Diese Menschen hätten sicher alles dafür gegeben, eine solche Chance zur Abwehr zu bekommen. Wir sollten der Pharmaindustrie dankbar sein, dass sie uns den Impfstoff relativ kurzfristig zur Verfügung stellen konnte. Die vielen Ärzte, Fachkräfte und Helfer in Praxen, Impf- /Testzentren, Krankenhäusern und Laboren haben unsere Anerkennung verdient. Stattdessen alles schlecht zu reden und die Vorschriften zu missachten, kann und darf nicht sein.“

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Marlies van Treeck „Für alle Menschen hat sich seit Corona das qualitative Leben, insbesondere die gelebten Kontakte, gravierend verändert. Betroffen sind alle Altersgruppen, aber ganz besonders chronisch Kranke und hochbetagte Menschen. Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene erleben eine Welt, in der Einschränkungen an der Tagesordnung sind. Für ihre Entwicklung und ihre psychische Situation fehlen notwendige Begegnungen. Das trifft in gleichem Umfang auf allein lebende Senioren und solche, die in Einrichtungen leben, zu. Für alle Menschen in unterschiedlichen Lebensabschnitten gbit es höchste Einschränkungen. Ich denke, dass wir als Solidargemeinschaft alle darüber nachdenken müssen, wie sich diese Situation beenden, zumindest massiv verbessern lässt. Das funktioniert wahrscheinlich nur, wenn alle, deren Gesundheitszustand nicht dagegen spricht, sich impfen lassen.“

Gottfried Kassel „Es ist genug geredet. Jeden Tag eine neue Verordnung, und keiner weiß mehr, was gültig ist. Deshalb umgehend Impfpflicht für alle ab 50. Bis dahin für Ungeimpfte nur noch Zugang zu Geschäften des täglichen Bedarfs.“

Bodo Polixa „Ich schlage vor, der Seniorenbeirat meldet für montags eine Gegendemo in Geldern an unter dem Motto: Werdet endlich vernünftig, lasst euch impfen und schützt eure Mitbürger und vor allem die Senioren.“

Dieter Schade „Ist die Einführung einer Impfpflicht richtig? Leider sind viele Mitbürger zu sorglos, mit dem Argument ,Es wird schon nicht so schlimm werden, bei uns ist noch keiner erkrankt‘. Erst wenn es in unmittelbarer Nähe einschlägt, sucht man die Maske und ruft zur Spritze. Die Solidarität aller ist erforderlich, um dieser Pandemie Herr zu werden.“

Barbara Grönheim „Erstaunlicher Weise sind noch nicht mal drei Viertel der älteren Generation geimpft. Das macht mich schon sehr betroffen. Es gibt doch wirklich ganz viele Informationen, und ein Gespräch beim Hausarzt könnte doch auch geführt werden. In meiner Nachbarschaft sind auch nicht alle geimpft. Da heißt es: Abstand halten.“

 

Elke Verheyden „Ich bin von den Impfmaßnahmen überzeugt. Nur so kann ich mich selber und gleichzeitig auch den Anderen schützen. Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen. Dies ist unsozial und unverantwortlich. Impfgegner sollten für eine Woche auf den Intensivstationen mit den Situationen konfrontiert werden und dort eine Art Sozialdienst ableisten.“