Sekundarschule Straelen-Wachtendonk verfolgt neuen Ansatz im Sport.

Projekt in Straelener Schule : Junge Sporthelfer in Straelen

Zwölf Schüler der Jahrgangsstufe acht bekommen zurzeit eine besondere Ausbildung.

Julian Fischer spricht von Pionieren. Damit meint der Lehrer zwölf Schüler der Jahrgangsstufe acht, die an der Sekundarschule Straelen-Wachtendonk derzeit zu Sporthelfern ausgebildet werden. „Sie werden dadurch befähigt, zu zweit eigene Gruppen zu übernehmen“, erklärt der zuständige Pädagoge weiter. Die Sporthelfer können später zum Beispiel Bewegungsangebote in der Pause oder Turniere organisieren. Später, das heißt nach der ein ganzes Schuljahr dauernden Ausbildung, also bei Einsätzen in den Jahrgangsstufen neun und zehn.

Das neue Projekt soll das Sportangebot der Schule bereichern. Doch auch die Sporthelfer können Nutzen daraus ziehen. Fischer: „Die Ausbildung ist erste Grundlage zum Beispiel für einen Trainerschein oder für eine sonstige Laufbahn im Verein.“

Maya van Bebber etwa, eine der zwölf angehenden Sporthelfer, will später mal den Handball-Trainerschein machen. Diesen Sport übt die 14-Jährige beim SV Straelen aus. Lukas Hoogens kickt beim SV Walbeck. Die Ausbildung an der Sekundarschule sieht der 13-Jährige ebenfalls als Grundlage für den Trainerschein. Denn das Überlegen von Konzepten ist eine Fähigkeit, die man als Sporthelfer entwickeln soll. Auch geht es darum seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Die beiden Schüler sind zufrieden mit dem Verlauf des Projekts. „Genau so haben wir es uns vorgestellt“, erklären sie unisono. Schon jetzt, weit vor dem Ende des Schuljahres, fühlen sie sich sicher, einst ein AG-Angebot leiten zu können. Für Fischer ist es nicht zuletzt wichtig, dass aus den zwölf Pionieren eine „eingeschworene Truppe“ wird, die ihre Ideen umsetzt. Irgendwann werden die erfahrenen Sporthelfer auch Ansprechpartner für die Neuen werden, an sie ihre Erfahrungen weitergeben. Oder es könnte auch dazu kommen, so Lehrer Bernd Heines, dass sich ein „Ehemaliger“ noch mal für den Sport an seiner Schule engagiert.

Es soll auf jeden Fall keine Eintagsfliege bleiben. Wählte Fischer den ersten Jahrgang an Sporthelfern noch selber aus, so werden für die nächsten Jahrgänge Bewerbungen entgegen genommen. „Sportlichkeit ist wichtig, aber nicht unabdingbar“, betont der Lehrer. Verantwortungsbewusstsein und selbstbewusstes Auftreten seien Kriterien, ebenso die Lust, etwas mit Gleichaltrigen zu machen. Mindestens 30 Lerneinheiten sollen die Sporthelfer in dem einen Schuljahr absolvieren. Etwa zehn Leute soll die AG umfassen. Den Unterrichtsstoff müssen die Sporthelfer nacharbeiten.

In einem Flyer gibt es dazu Informationen auch für die Eltern, die den Vertrag letztlich abschließen müssen.

Jetzt ist Fischer gespannt, wie viele Bewerbungen aus den beiden Standorten Straelen und Wachtendonk eingehen. Die Auswahl erfolge dann nach Rücksprache mit dem Kollegium.

Mehr von RP ONLINE