Schul-Umbau Geldern: Realschul-Rektor zuversichtlich

Schulentwicklung : Realschul-Rektor sieht Chancen beim Westwall

Die Ideen für den Umbau des Realschul-Gebäudes am Westwall kommen erst mal ganz gut an. Beschlossen ist aber noch nichts.

Wilfried Schönherr, Rektor der Realschule An der Fleuth, zeigt sich in weiten Teilen zufrieden mit den vorläufigen Plänen für den Umbau des Schulgebäudes am Westwall. Die Realschule soll wie berichtet nach und nach dorthin umziehen.

„Der Standort Westwall bietet sicherlich viele Möglichkeiten, um eine dreizügige Realschule in Zukunft betreiben zu können“, resümierte Schönherr nach einem Workshop zur Umgestaltung der Immobilie. Auch, wenn klar sei, „dass eine Sanierung immer nur mit vielen Kompromissen verbunden sein kann und nicht alle Bedürfnisse befriedigen kann“.

Womit er persönlich sich zum Beispiel vorerst etwas schwer tue, das sei der Vorschlag, den Schuleingang von der Straßen-Seite zum Hof zu verlegen. Das würde zwar eine schönere, angemessen große Eingangssituation ergeben, meint Schönherr, „aber dadurch verliert die Schule auch irgendwie ihr Gesicht zur Straße“.

Auch sollte seiner Ansicht nach mehr Raum für die Schul-Sozialarbeit geschaffen werden als vorläufig angedacht. Dazu habe er bereits Ideen entwickelt. „Aber das sind Dinge für die Feinplanung“, so Schönherr. „Insofern sind wir im Großen und Ganzen zufrieden, bis auf Detailfragen.“

Er hat auch Lob für die Stadtverwaltung übrig. Die Art, wie die Fachleute und Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft in die Konzeptentwicklung für den Schul-Umbau einbezogen würden, sei „vorbildlich“. Allerdings gibt er zu bedenken, dass bei allen Ideen bis jetzt noch gar nichts fest beschlossen sei. Auch über Geld habe man noch nicht gesprochen. Und vordringlich müsse Notwendiges erledigt werden: Keller und Dach des Westwall-Gebäudes müssten saniert werden.

Der Umzug der Realschule An der Fleuth zum Westwall ist beschlossen worden, um in ihrem angestammten Standort an der Königsberger Straße Platz für die neue Gesamtschule Geldern zu schaffen. Derzeit teilen sich beide Einrichtungen noch die dortigen Gebäude. Im Laufe der kommenden Jahre soll die neue Gesamtschule dort wachsen. Zugleich wird die Realschule auf drei Klassen pro neuen Jahrgang beschränkt. Sie wird also kleiner und siedelt nach und nach  zum Westwall in der Stadtmitte über.

„Wir müssen irgendwann, wenn wir mit allen Klassen da sind, auch über einen neuen Schulnamen nachdenken“, denkt Rektor Wilfried Schönherr bereits jetzt in die weitere Zukunft. Der Name „Realschule An der Fleuth“ würde dann schließlich nicht mehr wirklich sinnvoll sein.

Sehr viel eher wird ein Raum-Problem konkret, das nicht das Westwall-Gebäude, sondern den Standort Königsberger Straße betrifft. Nach einer Weisung der Bezirksregierung solle die Realschule ab dem kommenden Schuljahr zur „Schule des längeren gemeinsamen Lernens“ werden, teilt Schönherr mit. Um Kinder mit Förderbedarf angemessen zu betreuen, brauche es aber angemessene Räume. Der Westwall-Umbau werde bereits entsprechend geplant. Wenn es aber schon im kommenden Schuljahr mit dem gemeinsamen Lernen losgehen solle, dann müsste man auch im Bau An der Fleuth für ein neues Raumkonzept sorgen.