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Schreibwettbewerb der Kolpingsfamilie Geldern: Kinder schreiben über Corona-Alltag

Schreibwettbewerb der Kolpingsfamilie Geldern : Corona-Alltag mit Meerschweinchen und kleinen Brüdern

Wie erleben Kinder die Zeit der Isolation? Beim Schreibwettbewerb der Kolpingsfamilie Geldern haben Jungen und Mädchen aufgeschrieben, was sie derzeit beschäftigt und von besonderen Erlebnissen in der Corona-Zeit berichtet.

Mein schönstes Erlebnis war am 28. März. An diesem Tag wurde mein kleiner Bruder geboren. Morgens um 6 Uhr hat meine Mutter mich und meine Schwester geweckt, denn da musste sie zum Krankenhaus. Ich war schon traurig, denn ich wollte mit, aber wegen Corona durfte keiner außer dem Vater zur Geburt. Also haben meine Schwester und ich uns auf die Couch gesetzt, gefrühstückt, einen Film geschaut und auf Nachrichten von Mama gewartet. Wir waren sehr neugierig und nervös, wann unser Bruder endlich da ist. Dann war es endlich so weit. Nachmittags haben wir Bilder bekommen. Ich habe mich sehr gefreut, er war so süß. Abends haben wir auf Ben angestoßen, natürlich mit Fanta. Zwei Tage später kamen Mama und Ben dann nach Hause. Wir haben uns alle gefreut. Jetzt ist die Corona-Zeit nicht mehr so langweilig, denn wir haben jetzt einen kleinen Bruder.

Lea Madleen van de Sand, 11 Jahre, Walbeck

Die Zeit ist gerade zwar schwer, aber ich habe ein Erlebnis erlebt, was ich nie vergessen werde. Es begann damit, dass meine Mama und ich gelangweilt in meinem Zimmer saßen. Um die Stimmung zu verbessern, haben wir uns lustige Tiervideos im Internet angesehen. Wir wünschten uns alle ein Tier, aber mein Papa hat leider Allergien gegen fast alle Tierhaare. Ich sagte sehr traurig zu meiner Mama: „Ich wünschte, es würde eine Lösung geben.“ Nach ein paar Tagen rief mich meine Mama ins Wohnzimmer. Sie teilte mir mit, dass sie eine Lösung gefunden hätte. Ich fiel ihr vor Glück in die Arme, als sie sagte, dass ich einen Dsungarischen Zwerghamster bekomme. Es gab nur ein Problem: das Coronavirus. Es war sehr schwer, alles zu bekommen. Wir mussten 40 Minuten fahren zu einem Zoogeschäft, wo wir dann schließlich alles bekommen haben. Jetzt fehlte nur noch eins: der Hamster! Wir haben viele Verkäufer angerufen, sie verkauften aber nichts mehr, weil sie sich nicht anstecken wollten. Wir riefen eine vertraute Nummer an und sie sagte, wir könnten den letzten Hamster haben. Viel verstanden das Wort „Hamsterkäufe“ falsch und alle Hamster wurden verkauft außer unserer. Wir sahen sie das erste Mal und wussten, das ist unser Flöckchen. Den Tag werde ich nie vergessen. Dank Flöckchen ist die schlechte Stimmung und Langeweile wie weggeblasen.

Lina Schmidt, 11 Jahre, Sonsbeck

 Lina Schmidt mit ihrem neu eingezogenen Zwerghamster „Flöckchen“.   Foto: Schmidt
Lina Schmidt mit ihrem neu eingezogenen Zwerghamster „Flöckchen“. Foto: Schmidt Foto: Schmidt

In den Corona-Ferien haben wir viele Fahrradtouren gemacht, aber als allererstes mussten wir von montags bis freitags zwei bis drei Stunden Schule machen. Wir haben Oma und Opa im Garten geholfen und viel zusammen gemacht. Wir sind auch mit dem Fahrrad nach Walbeck gefahren, danach sind wir alle noch ein Eis essen gegangen. Dann sind wir Angeln gegangen ohne Mama, damit sie mal einen freien Tag hatte. Dann musste Mama die Kleinen aber abends abholen und Ryan, Collyn, Papa und ich sind über Nacht geblieben. Paddeln waren wir auch und es sehr viel Spaß gemacht. Ich finde die Corona-Zeit gut, weil ich morgens bis 9 Uhr schlafen kann, wir viel Zeit miteinander verbringen und ich Playstation 4 spielen darf.

Dylan Carbhuhn, 11 Jahre, Geldern

Ich finde es toll, dass ich gerade zu Hause bin. Dann habe ich nämlich viel Zeit zu spielen, Fernsehen zu gucken oder um den See spazieren zu gehen. Wir müssen zu Hause bleiben, damit wir nicht das Coronavirus bekommen und keinen anderen Menschen anstecken. Gestern habe ich mit meiner Mama einen Regenbogen an das Fenster gemalt. Der Regenbogen soll den Menschen sagen: „Wir schaffen das!“ Sehe ich einen Regenbogen an einem anderen Fesnter, sehe ich, dass dort auch Kinder wohnen. Heute basteln wir einen Dinosaurier aus einem Luftballon, Klorollen, Papier und Kleister. Das ist ganz schön anstrengend für mich, da ich viel Geduld haben muss, bis er fertig ist. Letzte Woche habe ich sogar schon einen Dinosaurier auf eine große Leinwand gemalt. Das Bild haben wir in meinem Zimmer aufgehängt. Ich mache Fotos davon und schicke sie an meine Freunde. Sie können sie sehen, was ich mache. Meinen Opa und meine Oma habe ich angerufen. Mich macht das traurig, dass ich sie nicht besuchen kann. Ich habe sie nämlich sehr lieb! Ich hoffe, dass das Coronavirus bald wieder weggeht und uns in Ruhe lässt. Aber ich glaube: „Wir schaffen das.“

Ben Richter, 5 Jahre, Geldern

Mein Name ist Liselotte. Ich bin 7 Jahre alt. Meine Zeit war schön, denn meine Mama hatte Zeit, mit mir zu spielen. Ich habe viele Bilder gemalt und mich um mein Meerschweinchen Jona gekümmert. Meine beiden Brüder haben mir geholfen. Ich vermisse Ballett, das ist mein Lieblingshobby.

Lieselotte Besener, 7 Jahre, Geldern

Bei mir hat sich wegen dem Coronavirus geändert, dass wir fast jeden Tag einen Waldspaziergang machen. Wir haben jetzt die Zeit dazu. Wir haben sogar auch schon Rehe und Füchse gesehen. Ich bin aber auch viel mehr draußen als sonst. Wir haben auch gespielt, dass wir auf Teneriffa waren und am Strand liegen.

Sophie Oyda, 11 Jahre, Geldern

In den Corona-Ferien ist eigentlich überhaupt nichts los, keine Hobbys und auch nicht mit Freunden treffen. Es gibt positive und negative Sachen. Zum Beispiel positiv: Ich habe für die Familie gegrillt. Negativ: Ich kann nicht mit meinen Freunden spielen und ich muss sehr viele Hausaufgaben machen. Ich habe heute meinem Freund ein Geschenk, worüber er sich sehr gefreut hat, vorbeigebracht.

Jonas Polixa, 12 Jahre, Geldern

Wir konnten uns zwar nicht mit unseren Freunden treffen. Das Wetter war aber sehr schön über Ostern. Es lud ein zu einer Fahrradtour. Anschließend hat mein Bruder Jonas für uns alle lecker gegrillt im Garten. Mmh, das hat gut geschmeckt!

Lia Polixa, 10 Jahre, Geldern