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Schlechter Mobilfunk in Issum, Rouenhoff schaltet sich ein

Internetversorgung : Funklöcher in Issum: Rouenhoff spricht von Teilerfolg

Auf den Artikel „Kampf den Funklöchern in Issum“ haben sich Leser gemeldet, die von ihrer schlechten Mobilversorgung innerhalb des Ortes berichten. „Wenn ich von Alpen über die B 58 in Richtung Geldern fahre, bricht das LTE in Issum völlig ab.

Erst kurz vor Geldern darf ich dann wieder an der schönen digitalen Welt teilnehmen“, lautet ein Erfahrungsbericht. Manche nehmen die Funklöcher in Issum mit Galgenhumor und werden kreativ. „Wir müssen auch nach draußen und manchmal fahre ich im Auto bis ich ein mobiles Netz zum Telefonieren finden kann“, schreibt ein Anwohner des Dompfaffwegs. Weniger lustig ist das Ganze für die Gewerbetreibenden. „Als Pächterin der Aral-Tankstelle in Issum ist es sehr ärgerlich oftmals keinen Empfang zu haben“, schreibt Birgit Rauchmann. „Wenn ich zum Ölregal oder nach draußen gehe, klappt es manchmal.“ Allerdings: „Vertreter oder die Monteure, welche bei uns Reparaturen ausführen, versuchen meist verzweifelt, Lieferscheine oder Arbeitsberichte zu versenden.“

Markus Klaumann ärgert sich seit Jahren über die schlechte Mobilfunkanbindung, kämpft für einen besseren Ausbau und suchte auch das Gespräch mit der Lokalpolitik. „Ein absolutes Funkloch besteht im Gewerbegebiet, also dort, wo nach der Berichterstattung Ihres Artikels der Funkturm der Firma Gelsenwasser steht. Wenn ich dort in meinen Geschäftsräumen telefonieren möchte oder gar für meine Kundschaft erreichbar sein möchte, geht zum Teil gar nichts mehr.“ Der Issumer Jürgen Klenovsek hat mit gleichen Problemen zu kämpfen und zwischen Gelsenwasser und den beiden großen Mobilfunkunternehmen Deutsche Funkturm (die für die Telekom ausbauen) und Vodafone versucht zu vermitteln, ob die nicht den Standort des Gelsenwasserturms mitnutzen wollen. Es gab eine Absage.

Jetzt schaltete sich Stefan Rouenhoff, Bundestagsabgeordneter der CDU, ein. „Mobilfunk ist heute auch eine Daseinsvorsorge und mittlerweile so wichtig wie das Angeschlossensein an Wasser und Strom“, lautet seine Überzeugung. Regelmäßig sei er im Gespräch mit den Mobilfunkanbietern, um den Ausbau schneller voranzutreiben. Nach dem RP-Bericht wandte er sich erneut an die Mobilfunkunternehmen. Die Telekom gab daraufhin folgende Erklärung ab: „Die Aussage der Deutschen Funkturm im Pressebericht, dass der Standort bei Gelsenwasser nicht die funktechnische Voraussetzung hätte, kann ich mir nur so erklären, dass dieser Standort nicht den Standort auf der Diebels-Brauerei ersetzen könnte. Dem ist auch so, da er 1,5 Kilometer entfernt liegt.“ Es gibt aber auch eine gute Nachricht: „Trotzdem möchten wir diesen Mast als zusätzlichen Standort nutzen und haben die Deutsche Funkturm beauftragt, mit Gelsenwasser Kontakt aufzunehmen.“ Für Rouenhoff ist das ein Teilerfolg: „Da müssen wir dran bleiben, damit wir als ländliche Region nicht hinten rüberfallen“, sagt er.