Issum: Schicke Lösung für Issums Schandfleck

Issum: Schicke Lösung für Issums Schandfleck

Das Haus Ecke Neustraße/Gelderner Straße in Issum fällt auf. Nicht, weil es so schön ist, sondern eher genau das Gegenteil. Vielen Issumern ist es ein Dorn im Auge, der Name "Schandfleck" hat sich für das Gebäude mit der Adresse Gelderner Straße 1 schon ziemlich eingeprägt. Issums Bauamtsleiter Jürgen Happe stellte der Politik in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses eine Lösung vor, wie das Gebäude zumindest übergangsweise aufgehübscht werden könnte.

In der Vergangenheit hatten sich Politik und Verwaltung gegen einen Abriss entschieden. Der würde die Gemeinde 60.000 Euro kosten. Denn das Gebäude, in der früher die Bäckerei Thomas war, gehört der Gemeinde. Statt Abriss gab es verschiedene Vorschläge zur Verschönerung. Einer kam von Regina Kampmann für den Kirchenvorstand St. Anna. Der Entwurf sah eine Fassadenverkleidung in Form von Fahnen vor. Auf denen sollte auf die Ki-IsS-Second-Hand-Läden im Ort hingewiesen werden.

Happe zeigte im Ausschuss den Vorschlag von Malermeister Matthias Deckers aus Sevelen und seinem Unternehmen Mgdhome und erklärt das weitere Vorgehen. Zunächst würde die Fläche des Gebäudes an der Gelderner Straße 1 gereinigt und sandgestrahlt, damit sich alle losen Teile lösen könnten und ein stabiler Untergrund entsteht. Danach soll die Fläche weiß grundiert werden. Alle Fensteröffnungen und die Tür werden weiß überspritzt, es entsteht eine einheitliche weiße Fläche.

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Auf der der Neustraße zugewandten Seite wird auf die Hauswand die Silhouette eines Mädchens, das Luftballons in der Hand hält, aufgetragen, als kleines zusätzliches Element. Günter Beier von der CDU äußerte die Sorge, dass so eine große, weiße Fläche Graffiti-Sprayer anlocken könnte. Happes Gegenargument lautete: "Ich glaube nicht, dass dunkle Farben Leute mit einer Sprühflasche in der Hand abhält." Die Kosten für die Verschönerung belaufen sich auf 5000 Euro. Das Geld wurde bereits dafür im Issumer Haushalt 2018 vorgesehen.

(bimo)
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