Geldern: Sandplatz: Schüler sind sauer auf Stadt

Geldern : Sandplatz: Schüler sind sauer auf Stadt

Ein Teil des Schulhofes wird zu einem Schandfleck: Noch immer lagern Sandreste vom Beachsoccer-Turnier an der Realschule an der Fleuth. Bei dem Projekt "Schüler lesen Zeitung" hatte die Klasse 8a das beklagt – die RP hat sie besucht.

Ein Teil des Schulhofes wird zu einem Schandfleck: Noch immer lagern Sandreste vom Beachsoccer-Turnier an der Realschule an der Fleuth. Bei dem Projekt "Schüler lesen Zeitung" hatte die Klasse 8a das beklagt — die RP hat sie besucht.

Hinterm Berg halten die Schüler mit ihrer Kritik nicht. "Dreist" sei die Sache mit dem Sandplatz, "enttäuscht" sind sie darüber, dass die Stadt nichts unternimmt. Sauer sind sie darüber, dass ein großer Teil ihres Schulhofes noch immer nicht zu nutzen ist, weil bedeckt mit den inzwischen schmuddeligen Resten des Beachsoccer-Platzes, auf dem im vergangenen Sommer ein Länderspiel ausgetragen wurde.

Die Folie, die aufgrund ihres hohen Anschaffungspreises erhalten werden sollte, hat inzwischen Löcher bekommen, der Sand vermengt sich mit dem Erdreich darunter. Absperrgitter sollen verhindern, dass die Schüler die Fläche betreten. Um ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen, hatte die 13-jährige Lorena einen Artikel für das Projekt "Schüler lesen Zeitung" geschrieben, in dem sie die Meinung ihrer Mitschüler der achten Klasse zusammenfasst. Die Schüler "wollen gerne ihren Fußballplatz wieder haben, um sich in der Pause auch mal richtig austoben zu können", hat sie geschrieben, und auch: "Die Probleme sind nicht nur die Sperrung des Fußballplatzes und der ruinierte Rasen, sondern auch die Blockierung des Notfallplatzes und Sammelpunktes im Falle eines Brandes. Inzwischen sind alle Beteiligten von dem Zustand sehr genervt."

Das unterstreichen die Schüler auch beim RP-Besuch vor Ort. Sie beklagen vor allen Dingen den Platzmangel durch die fehlende Fläche. Zum Beispiel Louis (14): "Wir Jungs finden das doof, weil wir da immer Fußball gespielt haben. Das fehlt uns".

Diana (14) ergänzt: "Aber auch für die, die nicht Fußball spielen, war es da auf dem Rasen immer sehr schön." Auch um das Image der Schule sorgt sich die Klasse. "Beim Tag der offenen Tür sah das wirklich schlecht aus. Da könnten einige Eltern denken, dass sich die Schule nicht darum kümmert, obwohl das gar nicht stimmt", fürchtet der 14-jährige David.

Sauer sind auch die beiden Schülersprecher Natalie Neumann und Tom Hasselmann, beide aus der zehnten Klasse. Insbesondere darüber, dass die Schüler wohl schon selbst zu Schaufel und Eimer greifen sollten. "Wir haben das Gelände zur Verfügung gestellt, und jetzt müssen wir das auch noch wegmachen?", fragen sie entrüstet. Sie erwarten, dass sich nun schnell etwas tut, "immerhin steht bald der Sommer vor der Tür. Dann liegt der Sand hier seit einem Jahr, und wir können die Wiese nicht benutzen", sagt Natalie.

Doch selbst wenn wieder Bewegung in die Sache kommt: Die Schüler zweifeln daran, dass die Absperrgitter gleichzeitig mit dem Sand verschwinden.

Ihren Artikel für "Schüler lesen Zeitung" beendet Lorena mit einer Befürchtung, die alle Schüler teilen: "Selbst wenn die Stadt Geldern jetzt den restlichen Sand abtransportieren würde, wäre der ehemalige Rasen bis zum Sommer noch nicht zu betreten, da er erst einmal nachwachsen muss."

(RP)
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