Geldern Runde für die Michaelschule

Geldern · Über die Zukunft der Grundschule soll in breiter Form diskutiert werden. Doch schon über die Zusammensetzung dieses Zirkels haben CDU und SPD unterschiedliche Vorstellungen.

Über eins sind sich CDU-Mehrheitsfraktion und die Opposition im Gelderner Rat einig: Über die Zukunft der Michaelschule dürfen nicht nur die Politiker diskutieren. Eine Runde mit Rats- und Verwaltungsvertretern, der Schulleitung und der Schulpflegschaft müsse gebildet werden, fordert CDU-Fraktionspressesprecher Karl-Heinz Lorenz. „Das sollte so ähnlich sein wie die sportpolitische Runde.“ Doch schon über die Zusammensetzung dieses Zirkels hat die SPD andere Vorstellungen. „Dort gehören auch externe Schulentwicklungsplaner hinein“, sagt Fraktionsvorsitzender Hermann Josef Eicker.

Sensible Planung

Was den Standort der Grundschule betrifft, steuern Christ- und Sozialdemokraten sowieso unterschiedlichen Kurs. Für die CDU ist das Grundstück unverzichtbarer Bestandteil im neuen „Michaels4tel“ und muss deshalb überplant werden. „Denn nur dann ist die Qualität gewährleistet, vor allem, was den Zugang betrifft“, erklärt Lorenz. Insgesamt, so der jüngste Fraktionsbeschluss, sei das Entwicklungskonzept zu begrüßen. Insbesondere die Berücksichtigung der besonderen Merkmale der Innenstadtstrukturen Gelderns und die sensible, den Bedürfnissen des Handelsstandortes angepasste Planung von Flächen für Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnen stößt bei der CDU auf Zustimmung.

Die Michaelschule will die CDU als pädagogische und organisatorische Einheit in der Innenstadt erhalten – allerdings auf einem anderen städtischen Grundstück. Das muss laut Lorenz nicht der Egmondpark sein, den die Verwaltung vorgeschlagen hat. „Es ist zum Beispiel auch der RSV-Sportplatz am Bahnhof denkbar.“ Doch sollte man der schulpolitischen Runde nicht vorgreifen.

Man sollte sich vor allem nicht von den Investoren unter Druck setzen lassen und sich mit einer Entscheidung Zeit lassen bis zu den neuen Schulanmeldeterminen im September, findet Eicker. „Erst die Schule, dann das Viertel“, bekräftigt er den Standpunkt der SPD, den er von den Grünen geteilt weiß und wohl auch von der FDP. Gibt es gute Gründe für das Verbleiben der Schule an der jetzigen Stelle oder gibt es aus schulischer Sicht mehr gute Gründe für die Umsiedlung? Das ist für die SPD die entscheidende Frage.

Erst, wenn der Standort für die Schule geklärt ist, will die SPD über das Konzept „Michaels4tel“ diskutieren. „Das ist interessant, aber es sind noch viele Fragen zu klären“, urteilt Eicker.

(RP)
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