Rangliste der Vornamen 2018 in Geldern und Kevelaer

Rangliste der Vornamen im Jahr 2018 : Vornamen: Mia und Leon liegen vorn

Auch das erste Baby des neuen Jahres bestätigt den Trend: Gefragt sind kurze Namen. Lina kam im Gelderner Krankenhaus zur Welt.

An Leni kam auch 2018 niemand vorbei. Nachdem der Name bereits im Jahr 2017 der beliebteste in Geldern war, steht er auch diesmal weit vorne. Für den ersten Platz im Gelderland reicht es dann am Ende aber doch nicht, weil der Name in Kevelaer nicht zu den beliebtesten gehört. Hier sind Hanna, Miriam und Mia gefragt. Das sorgt in der Gesamtwertung dafür, dass diesmal Mia auf dem ersten Platz landet. Leni kommt direkt dahinter.

Bei den Jungen gab es das große Comeback. Vor zwei Jahren hatte Alexander die Liste angeführt, war dann 2017 sogar aus den Top 10 gefallen. Jetzt scheint sich dieser Name bei den Eltern wieder durchzusetzen. In Geldern und Kevelaer  liegt er jeweils auf Platz zwei. Das sorgt dann auch in der Gesamtwertung für den zweiten Platz. Deutlicher Sieger ist Leon, der aber in Kevelaer nicht ganz so beliebt ist. Hier findet sich überraschenderweise ein gar nicht so eingängiger Name auf dem ersten Platz: Viermal wählten die Eltern Liam aus. Für die Top 5 in der Gesamtwertung reichte es aber nicht.

Auf jeden Fall setzt sich weiterhin der Trend fort, dass es vor allem die alten und kurzen Namen sind, die es den Eltern angetan haben. Wieder ist Emma vorne mit dabei, wieder kann auch Paul sicher sein, einen Spitzenplatz zu belegen. Zu diesem Trend passt, dass auch das erste Baby im Gelderland 2019 einen kurzen Namen hat. Lina kam am Neujahrstag um 7.13 Uhr im Hospital in Geldern zur Welt.

In Geldern hat erneut rund ein Drittel der Kinder einen Zweitnamen bekommen. Dabei gibt es nichts Neues: Erneut liegt Maria ganz weit vorne, bei den Jungen ist Alexander als Zweitname am beliebtesten. 18 Kinder haben drei Vornamen und zwei sogar vier. Da wird es für die Eltern schwer, die Kinder später mit dem vollen Namen nach  Hause zu rufen. Als Viertname wurde übrigens Maju und Theodor gewählt.

Viele Mütter aus der Umgebung kommen nach Geldern wie Elena Hincker-Höfer (Uedem) mit Henrik und Ramona Kernchen (Straelen) mit Hannah. Foto: ja/Spütz

Erneut tauchen wieder ungewöhnliche Namen auf, ohnehin wird das Spektrum offenbar immer breitgefächerter. Enie für ein Mädchen fällt da ins Auge oder Tymon für einen Jungen. In Kevelaer taucht auch der Name Emmo auf der Liste auf.

Im Gelderner St.-Clemens-Hospital gab es erneut mehr als 1000 Geburten. Als häufigste Namen notierten die Hebammen hier Lena/Leni für die Mädchen und Ben bei den Jungen. Das Einzugsgebiet des Krankenhauses geht weit über Geldern hinaus. Für Pflegedirektor Andreas Kohlschreiber gibt es dafür eine simple Erklärung. „Junge Familien suchen sich ihre Geburtsklinik heute sehr gezielt aus. Sie wünschen zum einen eine größtmögliche Sicherheit für Mutter und Kind. Zum anderen ist ihnen ein familiäres Umfeld wichtig, in dem ein individuelles Geburtserlebnis möglich ist.“

Die meisten Geburten fanden im Juni statt. Mit 114 Geburten wurde im St.-Clemens-Hospital ein neuer Monatsrekord aufgestellt. Auch der Juli war mit 110 Geburten sehr stark. Am 25. September  ist das Neugeborenenzimmer umgezogen. Es liegt jetzt nicht mehr im Sternpunkt auf der zweiten Etage, sondern am Ende der Station 2 B. Hier hat das Team um Stationsleitung Magdalene Wozniak einen kompletten Stationsbereich mit vier großzügigen, hellen Zimmern bezogen, darunter ein Stillzimmer und ein großes Zimmer mit Pflegearbeitsplatz sowie separatem Bereich für die Vorsorgeuntersuchungen durch die Kinderärzte.

In Kevelaer wurden im vergangenen Jahr 238 Kinder neu angemeldet, in diesem Jahr lag die Zahl knapp darüber. Die Zahl in Geldern liegt höher, da Kevelaer kein Krankenhaus mit Geburtstation hat und damit auch Kinder mit Eltern aus Kevelaer in der Statistik für Geldern gezählt werden.