Proklamation in Geldern-Kapellen.

Aus Sonsbeck stammt der 52-jährige Prinz Frank II. : Kapellens Karneval setzt auf ein Dreigestirn aus Formel-1-Fans

Jungfrau Claudia „Lamy“ Lamers, Prinz Frank II. Staayen und Bauer Rainer „Buko“ Buckinx sind das Dreigestirn in Kapellen.

Seine Stimme hatte ein wenig gelitten aber der vollmundigen Ankündigung des glänzend aufgelegten Moderators André van Baal, die Gäste der Proklamation der Kapellener „Karnevalsgesellschaft für Klein und Groß (KKG) dürften sich auf eine große Überraschung freuen, folgten Taten: Mit einem starken Programm befeuerten die „Rot-Schwarzen“ das närrische Volk im voll besetzten Bürgersaal bevor das Geheimnis um die Tollität gelüftet wurde. Diesmal sogar dreifach. Angeführt von Musikern der „Concordia“ und unter tosendem Beifall zog ein „Dreigestirn“ in den Saal.

Durch das Spalier des begeisterten Publikums, darunter auch zahlreiche befreundete Karnevalsvereine, bahnten sich Jungfrau Claudia „Lamy“ Lamers, Prinz Frank II. Staayen und Bauer Rainer „Buko“ Buckinx den Weg zur Bühne. Die Jecken mussten nicht lange rätseln, wer bei dieser karnevalistischen Sensation die Hände im Spiel hatte, denn als Gardisten reihten sich sofort einige Mitglieder des Formel-1-Clubs „Kapellse Jonges“ mit ein. Dem stehen auch André van Baal und sein Vater Raimund nahe. Letzterer sprang beherzt auf die Bühne und stellte seine Freunde in einer humorvollen Laudatio als „wahrhaften Traum“ vor. Dabei wurde deutlich, was jeder im Saal schon ahnte: Das Fleuthdorf Kapellen ist das Zentrum einer närrisch verrückten Region. Klar, dass echte Tollitäten von Rang auch aus der Umgebung kommen. So wie die 54 Jahre junge Jungfrau Claudia, die aus Veen stammt und folgerichtig von van Baal als echte „Veense Kray“ vorgestellt wurde. Aus Sonsbeck stammt der 52-jährige Prinz Frank II., der sich gern als fröhlicher Frauenschwarm charakterisieren ließ. Die Session will Frank, der als Computerfachmann in Düsseldorf unterwegs ist, völlig analog mit vielen Jecken feiern. Bauer Rainer schließlich ist die Kapellener Komponente im Dreigestirn. Der 59-jährige Dachdecker, beruflich schon häufig im europäischen Ausland im Einsatz, ist ebenfalls Karnevalist durch und durch. Die Rolle des starken Bauern verkörpert er in idealer Weise. Dass das Dreigestirn als „Dreamteam“ die Show beherrscht und zudem „dat Hetz am rechte Fleck“ hat, intonierten die drei Regenten passend zum Brings-Gassenhauer „Jeck Yeah“.

Damit haben sie wohl nicht nur Gelderns zweite stellvertretende Bürgermeisterin Bärbel Wolters überzeugt. „Dieses Lied passt voll zu unserem Dreigestirn. Die leben das Jecksein und den Karneval“, so Bärbel Wolters und KKG-Präsident Christoph Laakmann ergänzte: „Die ‚Kapellse Jonges‘ sind in unserem Karneval immer echte Macher. Ich freue mich riesig auf die Session.“ Doch zunächst hieß es Hände schütteln, denn die Zahl der Gratulanten, unter ihnen auch Gelderns Prinzessin Victoria II., Veerts Prinzessin Elke I. und Hartefelds Prinz Bodo I., war rekordverdächtig. Ein gelungener Abend im närrischen Kapellen.

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