Premiere für Street & Food Festival in Geldern ist gelungen

Auf dem Gelderner Marktplatz : Tolle Premiere für Street & Food Festival

An allen drei Tagen war es richtig voll auf dem Gelderner Marktplatz. Die Stände waren teilweise ausverkauft.

Es hatte schon fast schon etwas von Urlaubsfeeling oder Volksfest, was sich da rund um den Gelderner Markt an diesem Wochenende abspielte. Fünfzehn verschiedene Food-Trucks, kultige Fahrzeuge im Retro-Style und metallene US-Anhänger rahmten die Fläche des weitläufigen Patzes ein. Vor den Verkaufswagen bildeten sich bei milden Temperaturen und strahlender Sonne zum Teil lange Schlangen von Menschen, die sich gerne anstellten, um die diversen Köstlichkeiten — von Indish Curry über Toasted Sandwiches mit argentinischen Rindfleisch und Gambas in Knoblauchsoße bis zum veganen Burger — ausprobieren zu können.

Der Gelderner Michael Haasner holte sich einen Wein, um dann einen Platz mit seiner Familie zu finden. „Wir haben gestern schon Shrimps gegessen, die waren klasse“, genoss der 65-jährige die stimmungsvolle Atmosphäre. Monika Bilke bestellte sich am „Silver Cigar“-Wagen von Peter Weinert frische Wildgarnelen. „Er hat mir aufgezählt, was da alles dabei ist mit Knoblauch und Tomaten und so, Und spanisch hörte sich gut an“, genoss sie das Mahl, Die Anbieter in den Trucks kamen phasenweise mit ihrem Bestand kaum nach, waren am Samstag vereinzelt sogar vor 21 Uhr ausverkauft.

„Wir waren gestern Abend ausverkauft und mussten heute morgen wieder frisch kochen“, zeigte sich der Mülheimer Peter Weinert angesichts der Resonanz „überrascht, dass gerade am Freitag die Geldern gekommen sind. Das ist sonst Schnarchnasentag. “ Die Emmericherin Joana Brandkamp und Natschali Willing waren „begeistert“, wie viele Leute vor ihrer „Foodbox“ für die „Egg Waffles“ anstanden. Auch die Live-Musik auf der Bühne zog . „Die Leute sind gut drauf“, konstatierte der Gitarrist der Hammer Band „Babylon“, Felix Fahrig. Diana Bünnings und Bettina Schäfer hatten sich mit Freunden spontan auf den Weg gemacht. „Gutes Angebot, gute Stimmung, gutes Wetter“, fand sie. Gut sei, dass für alle Altersklassen was ist. Selbst die Jugend geht mit, weil es für die auch nicht uncool ist.“ Das bestätigte der Gelderner Kevin Müller, der mit einer Gruppe junger Leute über den Platz streifte, „Ist was Neues für Geldern“, gab der 31-jährige seinen Eindruck wieder. Die eine oder andere Anregung gab es allerdings auch – so wie von Maike Heyn, die mit ihrem zweijährigen Sohn Maximilian auf dem Schoß Nudeln aß. „Schade, dass für Kinder nicht durchgängig was da ist“, war ihr der Sonntag mit Hüpfburg und Kinderschminken zu wenig. Bernd Bilke, langjähriges Gelderner Werbering-Mitglied, sprach von einer „guten Sache“, mahnte grundsätzlich aber vor dem inflationären Ausrichten solcher Events: „Das ist ja ein Wanderzirkus und eine Verkaufs-Veranstaltung. Klar spricht sie die Leute an, aber da muss man schon aufpassen.“

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