Geldern: Preisträger musizieren in der Aula

Geldern: Preisträger musizieren in der Aula

16 Teilnehmer des Regionalwettbewerbs "Jugend musiziert" zeigten vor großem Publikum ihr Können. Für viele war es eine gute Vorbereitung für die nächste Stufe der Konkurrenz. Positives Fazit nach der Entscheidung.

16 Teilnehmer mit ersten und zweiten Preisen zeigten beim Abschlusskonzert des 55. Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in der Aula des Lise-Meitner-Gymnasiums eine repräsentative Auswahl ihres Könnens. Bei den meisten Preisträgern hatte es für eine Nominierung zum Landeswettbewerb gereicht, so dass diese Veranstaltung mit Ehrengästen, Eltern, Angehörigen und Musikliebhabern noch einmal eine gute Gelegenheit war, das Lampenfieber unter Kontrolle zu bringen.

Von Nervosität war beim Eingangs-"Streichsextett d-moll" von Alexander Porfirjewitsch Borodin, einem russischen Komponisten mit Melodien impressionistischer Farbgebung und orientalischem Kolorit, nichts zu spüren. Thomas Dieckmann, Vorsitzender des Regionalausschusses und Leiter der Kreismusikschule, zog in seiner Begrüßung ein positives Resümee zu den großartigen und herausragenden Leistungen der Teilnehmer und gratulierte allen, die an diesem Ergebnis teilhaben: Lehrkräfte, Eltern und nicht zuletzt die Schüler selbst. Allein die Beteiligung an diesem Wettbewerb hält er für einen bedeutenden Schritt in der musikalischen Entwicklung jedes einzelnen Teilnehmers. Landrat Wolfgang Spreen, als Vorsitzender des Trägervereins "Musikschulen des Kreises Kleve" unterstrich in seinen Grußworten die Attraktivität dieser nachhaltigen Veranstaltung, und Siegfried Thomaßen, Vorstandsmitglied der Sparkasse Krefeld und Sponsor, bezeichnete Musik als die "schönste Nebensache der Welt". Er konnte die Hochspannung der Mitwirkenden nachvollziehen, hatte er doch in seiner Jugend selbst klassische Gitarre gelernt.

Die jüngste Altersgruppe (Stella Keller und Max Klingemann) überraschte mit dem fehlerfreien "Anitras Tanz" am Flügel von Peer Gynt. Meditativ und gleichzeitig kontrastreich erlebten die Zuhörer eine avantgardistische Blockflöte (Anne Harmsen) und konnten sich von Hornklängen (Lenja Denda) in die Schweiz und die Karibik entführen lassen. Brillante Gitarrenklänge mit virtuoser Technik (Jan-Christopher Heßling) waren bei der "Suite cis-moll op.19" von Carlo Domeniconi zu hören, in der der Einfluss türkischer, arabischer und indischer Musik dominierte.

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Eine wirklich hervorragende Klanggestaltung gab es bei Paganinis "Thème et Variations" von Paulina Schroers auf der Klarinette. Das Bariton als Soloinstrument führte Max Liebeheim in der "Romance f-moll op. 5" von Tschaikowsky vor. Krönender Abschluss waren das Klavierduo Mark Szöverfi und Michael Kolesnikow, die den romantischen "Wintermorgen in Istanbul op.51 b" von Fazil Say inszenierten, und die Gesangsdarbietung von Melina Hendel mit "Das bin ich" aus dem Musical "Die Päpstin".

Die Leistungen der jungen Musiker wurden von den zahlreichen Zuhörern mit verdientem Beifall honoriert.

(usp)