Geldern: Pont zeigt der Jury seine goldenen Seiten

Geldern: Pont zeigt der Jury seine goldenen Seiten

Im Kreiswettbewerb hat Pont im vergangenen Jahr die Goldmedaille geholt. Gestern hatte der Ort zwei Stunden Zeit, um sich für den Landeswettbewerb von "Unser Dorf hat Zukunft" zu präsentieren.

Der ganze Ort hat sich intensiv auf die Ankunft der Bewertungskommission vorbereitet. Gemäß dem Motto des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" zeigten sich alle Vereine und Anwohner gestern Nachmittag von der besten Seite. Es gab fünf Hauptkategorien, nach denen die vierzehnköpfige Gruppe für genau zwei Stunden Pont beurteilte: Konzeption und Umsetzung, Wirtschaft, Soziales und Kulturelles, Baugestaltung und Entwicklung sowie Grüngestaltung und Bild des Dorfes in der Landschaft.

"Man muss sehen, dass es eine Planung gibt und dass Projekte auch durchgeführt werden", erklärte Anke Schirocki von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, die die Geschäftsführung des Wettbewerbs übernimmt. Die Bewertungskriterien sollten auch eine Richtung vorgeben, an der die Dörfer sich in ihrer Entwicklung orientieren können. "Denn uns ist es wichtig, dass es nicht nur ums Gewinnen geht, sondern dass der Wettbewerb die Dorfgemeinschaften auch weiterbringt." Nach einer musikalischen Begrüßung durch das Vororchester des örtlichen Musikvereins war der erste Stopp für die Kommissionsmitglieder im "Haus der Vereine". Dort begrüßten die stellvertretende Landrätin Hubertina Croonenbroek und Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser alle Anwesenden, bevor Organisator Johannes Schmitz aus dem Vorstand des Heimat- und Fördervereins die Geschichte und die Besonderheiten von Pont erläuterte. Dann sahen die Gäste sich im "Haus der Vereine" um, denn dort stellten sich die zahlreichen ansässigen Vereine vor.

Die weitere Präsentation gestalteten verschiedenen Experten, während die Moderation von Peter Aßmann und dessen Tochter Nele übernommen wurde. Bei einem Rundgang standen viele Orte im Fokus, die durch das Engagement der Menschen leben: Das "Haus der Vereine". Die Gaststätte Lünebörger, die ehrenamtlich geleitet wird und deren Einnahmen in Dorfprojekte investiert werden. Und ein weiteres großes Highlight ist natürlich das Dorfzentrum, das nach einer Idee der Brüder Sebastian und Benjamin Kleinen seit November 2016 Pont versorgt. Unter anderem wurden auch noch der Ponter Brunnen, die Nachbildung des römischen Grabsteins und natürlich die fertig renovierte Kirche präsentiert.

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Weitere Projekte wurden während einer Busfahrt angesprochen wie die Renaturierung der Dondert, die Umnutzung des Tennisheims oder ein geplanter Wanderweg. Nach einem Blick auf die Wirtschaft vor Ort war die Gaststätte Lünebörger der letzte Halt für die Kommission. Johannes Schreiber zeigte dort die Vielfalt des Ponter Archivs und Paul Mertens, Vorsitzender des Heimat- und Fördervereins, fasste die vergangenen zwei Stunden zusammen.

"Wir bedanken uns, dass wir Gastgeber sein durften. Es war viel Arbeit nötig, nur keine Überzeugungsarbeit, denn das ganze Dorf hat gerne mitgemacht", sagte Ortsbürgermeister Rolf Pennings abschließend, und Bürgermeister Kaiser meinte: "Ich glaube, dass das gut gelaufen ist. Es gab ein professionelles Programm, gute Stimmung und tolle Leute." Das Ergebnis der Kommission wird am 9. September bekanntgegeben.

(cnk)