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Geldern: Pont wird zum Fantasy-Wunderland

Geldern : Pont wird zum Fantasy-Wunderland

Der fünfte Tolkien-Tag war ein Erlebnis. Erstmals fand das muntere Fantasy-Treiben im Bürgerpark Pont statt. Es lockte am Samstag gleich mit weit über 1000 Besuchern mehr Gäste in das Silberdorf als noch am ersten Tag im vorherigen Austragungsort im Vorjahr.

"Der Ansturm ist wirklich enorm", freute sich Sebastian Kleinen, der Organisator und 2. Vorsitzende der deutschen Tolkien-Gesellschaft. "Und dieses Jahr haben wir eine Jahrmarktslizenz erteilt bekommen, weshalb noch mehr Händler als sonst vor Ort sind."

Wer sich also neugierig im Bürgerpark umschaute, bekam die volle Ladung Mittelerde präsentiert. Angelehnt, inspiriert oder auch vage verwandt mit Tolkiens faszinierender Fantasy-Saga waren solche Stände wie die "Crimson Feather", ein Schreibkunst und Masken-Stand voller klassischer Schreibfedern und verzierten Schmuckbüchern. Der Gelderner Bücherkoffer war mit einer großen Auswahl, ebenso wie das Wein- und Tabakhaus Hüskens vor Ort. Schließlich ist auch das Rauchen des "besten Krauts des Auenlandes" ein beliebter Teil des populären Epos. Bogenschießen und Grillbuden durften natürlich auch nicht fehlen.

Die größte Faszination machten allerdings die vielen Verkleideten aus. Oder, wie es richtiger heißt, die Gewandeten. Ob jetzt die Gruppen Fellowship, Fedegestas oder auch Zabis Udu hießen: Edles Reitervolk, kampferprobte Zwerge oder garstige Orks, alle waren da und ließen die Besucher staunen. Christian Herter etwa steckte unter der Maske eines grimmigen Orks namens Azgolug (was grob übersetzt "Elbentöter" bedeutet, denn auf Details wird hier geachtet). Er bemerkte gut gelaunt: "Ohne jetzt zu philosophisch zu werden, kann man sagen, dass es einfach nur toll ist, mal für ein Wochenende so komplett in eine andere Welt einzutauchen. Aus der Alltagsrolle herauszufallen, macht einfach Spaß."

Besucher Julius Neundörffer lobte: "Es ist richtig schön, wie die Leute mit den Besuchern interagieren. Das ist super und etwas anderes als so ein durchschnittliches Ritterfest." Und natürlich gab es auch passende Klänge. Etwa von der Gruppe "Verus Viator" sowie "der Band Fafnir." Auch das registrierte Neundörffer und urteilte begeistert: "Die sind einfach nur absolut toll."

(cnk)