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Straelen: Pofalla: Für Arbeitnehmer ist's paradiesisch

Straelen : Pofalla: Für Arbeitnehmer ist's paradiesisch

Zwar fordert die nordrhein-westfälische CDU eine einheitliche Lohnuntergrenze. Das beeindruckt Ronald Pofalla jedoch nicht. "Ich bin nach wie vor für eine branchenspezifische Lohnuntergrenze", bekräftigte der CDU-Bundestagsabgeordnete am Freitag Abend bei einem Besuch in Herongen seinen Standpunkt.

Denn die Bedingungen seien von Beruf zu Beruf unterschiedlich. Gar nichts sagen wollte er zu der Tatsache, dass Saisonarbeitskräfte im Gartenbau 6,40 Euro die Stunde bekommen. "Für die Beurteilung von Löhnen sind die Tarifvertragsparteien nötig. Wenn die Politik sich in die Lohnfindung einmischt, ist das Ende programmiert."

Pofalla bezeichnete die Verhältnisse für Arbeitnehmer im Kreis Kleve als "paradiesisch". Von Zeitarbeit hält der Bundesminister viel. Das verdeutlichte er nach dem Rundgang durch den Topfpflanzengroßhandel der Gebrüder Cox. Sie sei ein Instrument, um die Sockelarbeitslosigkeit abzubauen. Sie solle Brücke zum Arbeitsmarkt sein, aber nicht das Lohnniveau senken. Unterschiedliche Bezahlung von festen und Zeitarbeitskräften dürfe maximal ein Jahr lang dauern.

In seinem Betrieb kann Geschäftsführer Hans Gerd Cox vorwiegend auf Stammbelegschaft bauen. Von daher sind Saisonaushilfen für ihn nicht das große Thema. "Aber im Gartenbau insgesamt sind billige Arbeitskräfte gefragt."

(RP/jul)