Klassische Musik Vielversprechendes Konzert

Aldekerk · Bei der Premiere im Pfarrheim Aldekerk erklangen Werke von Mozart. Kantor Ingo Hoesch demonstrierte dabei auch die Klangunterschiede bei der Stimmung der Instrumente zur Zeit Mozarts und von heute.

 Kantor Ingo Hoesch gab erhellende Erläuterungen.

Kantor Ingo Hoesch gab erhellende Erläuterungen.

Foto: Roland Krengel

Im Pfarrheim Aldekerk fand das erste Pfarrheimkonzert statt. Kantor Ingo Hoesch lud zu einem Klavierrecital ein, das ganz dem Schaffen Mozarts gewidmet war. Es mussten noch einige Stühle zusätzlich aufgestellt werden, da der Andrang größer war, als erwartet. So konnte man von einem „vollen Haus“ sprechen.

 Hoesch führte die Gäste mit launigen und erhellenden Moderationen durch das Konzert – ein gedrucktes Programm gab es nicht. So erklärte er unter anderem, dass das Konzert im zur Mozartzeit üblichen Stimmton von 430 Hertz gespielt wird, was ungefähr einen halben Ton tiefer ist als der moderne Stimmton mit 442 Hertz. Im Verlauf des Konzertes erklang die Mozart-Sonate in C-Dur (KV 330), die im Klanggewand eines Hammerflügels aus der Mozart-Zeit gespielt wurde. Des weiteren wurden mehrere kleine Stücke aus dem „Notenbuch für Nannerl“ und dem „Londoner Skizzenbuch“ dargeboten. Diese Werke spielte Hoesch auf einem Cembalo. Zwei kleine Versetten (Fugen) KV 154 interpretierte Hoesch mit dem Klang einer Truhenorgel. Mozarts Fantasie in d-moll 397 spielte er zweimal – einmal mit dem Klang des Hammerflügels und danach mit dem Klang eines modernen Konzertflügels. Hierbei zeigte Hoesch nicht nur, welchen klanglichen Unterschied und welche Möglichkeiten in der Differenzierung des Klanges auf einem modernen Instrument gegeben sind, sondern auch, wie sich ein Wechsel von Stimmtonhöhe 430 Hertz (Hammerflügel) zu 442 Hertz (moderner Konzertflügel) klanglich auswirkt.

Zum Abschluss des Konzertes spielte Hoesch noch das Rondo in D-Dur KV 485, wieder in 430 Hertz auf dem Hammerflügel. Das Publikum bedankte sich mit langem Applaus und äußerte die Hoffnung, dass diesem Konzert noch viele weitere folgen werden. 

Hoesch dankte der E. u. B. Weik Stiftung aus Langenfeld im Rheinland, die dieses Konzert mit Mozarts Klavierwerken im historischen Gewand großzügig gefördert hat. Die Werke können in Kürze auf www.mozart-w-a.de, der Seite des Mozartengagements der Weik-Stiftung, nachgehört werden.

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