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Patricia Gerlings-Hellmanns ist BVK-Bürgermeisterkandidatin in Kerken.

Patricia Gerlings-Hellmanns ist Bürgermeisterkandidatin der BVK : In Kerken Bindeglied sein

Patricia Gerlings-Hellmanns rechnet sich als Bürgermeisterkandidatin der BVK durchaus Chancen aus.

Die Sorge um ihre Kinder brachte Patricia Gerlings-Hellmanns 2013 dazu, sich mit der Politik zu beschäftigen. Es ging darum, ob der Kerkener Rat der notwendigen Vereinbarung zustimmt, damit der Besuch der Hauptschule in Straelen möglich wurde. Am Ende gab es eine Mehrheit für den Elternwunsch, und sie merkte: „Engagement lohnt sich“. Außerdem gehe es um Themen, die jeden direkt vor seiner Haustür betreffen So widmet sie sich seitdem der Politik, wurde Mitglied der Bürgervereinigung Kerken (BVK) und ist nun seit sechs Jahren Ratsmitglied. Nun folgt der nächste Schritt. Patricia Gerlings-Hellmanns ist Bürgermeisterkandidatin der BVK und zugleich mit Listenplatz eins auch die Spitzenkandidatin der BVK im Wahlkampf.

In der BVK ist sie ein Aktivposten. Im Vorstand übernimmt sie Verantwortung, ebenso auf Kreisebene. Und ihre Kandidatur für den Chefsessel im Rathaus nimmt sie durchaus ernst. Das Thema stand schon fast ein Jahr im Raum, im Januar fiel dann die Entscheidung, gegen den parteilosen Amtsinhaber Dirk Möcking antreten zu wollen. „So wie es meine Art ist, ziehe ich das jetzt mit vollem Einsatz durch“, sagt sie. Mit Blick auf die Erfolgsaussichten sei sie durchaus guter Dinge. Die Rückmeldungen seit Bekanntwerden der Entscheidung seien sehr positiv. „Viele sagen mir, mit meinem ehrenamtlichen Engagement sei ich genau die Richtige.“ Natürlich sei es eine mutige Entscheidung, ergänzt sie, aber am Ende sei sie eben auch ehrgeizig.

Dass sie keine Verwaltungsfrau ist und damit wenig Erfahrung für den Job der Bürgermeisterin hat, ist aus Gerlings-Hellmanns’ Sicht kein Problem. „Natürlich weiß ich nicht sofort in allem Bescheid und muss mich in manche Bereiche erst einfinden. Aber ich muss auch nicht in allem eine Fachfrau sein. Das kann man als Bürgermeisterin gar nicht. Dafür gibt es in den einzelnen Fachbereichen Experten, die ich schon aus meiner Arbeit im Gemeinderat und teilweise persönlich gut kenne und denen ich vertraue“, erklärt Patricia Gerlings-Hellmanns. Als Bürgermeisterin sehe sie sich vor allem als Bindeglied zwischen Bürgern, Politik, Verwaltung und den Behörden in Kreis, Land und Bund. Dass sie sich gut in die Themen einarbeiten könne, wisse sie aus der Arbeit im Rat. Wichtig sei ihr vor allem, dass die Bürger das Vertrauen in Politik und Verwaltung zurückgewinnen und sich mit ihren Sorgen ernst genommen fühlen. Das könne sie den Kerkenern in Zukunft auf jeden Fall bieten, ist sich die BVK-Vertreterin sicher.

„Mitgestalten und mitreden, statt nur zu meckern“, so ihr Motto. „Probleme sind da, um sie anzupacken und zu beseitigen. Dies gelingt nur, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen und man zusammen nach Lösungen sucht.“ Wichtige Entscheidungen, die alle Bürger betreffen, dürften nicht im „stillen Kämmerlein“ getroffen werden. „Besonders die Themen Transparenz und Bürgerbeteiligung sind mir sehr wichtig“, so Gerlings-Hellmanns weiter. Dass es daran mangelt, erlebe man aktuell auch in der Corona-Krise wieder. Vom Kreis gebe es kaum Informationen, auch der Bürgermeister gebe den Ratsmitgliedern zu wenig an die Hand, um die Anfragen der Bürger beantworten zu können. Als Leiterin der Gemeindeverwaltung wolle sie den Servicegedanken nach vorn bringen, ständig im Austausch stehen und vor allem die Bürger und ihre Themen ernst nehmen.