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Terror-Alarm bei Rock am Ring: Parookaville-Organisator beruhigt besorgte Fans

Terror-Alarm bei Rock am Ring : Parookaville-Organisator beruhigt besorgte Fans

Der Abbruch bei Rock am Ring hat Sorgen bei Parookaville-Fans hervorgerufen. Der Organisator hat sich nun bei Facebook zum Thema Sicherheit beim Festival in Weeze geäußert. Er appelliert an die Fans, sich nicht verrückt machen zu lassen.

Die Unterbrechung des Festivals "Rock am Ring" am vergangenen Freitag wegen einer möglichen terroristischen Bedrohung hat einige Parookaville-Fans in Sorge versetzt. Bei Facebook fragten sie die Organisatoren nach den Sicherheitsplänen für das anstehende Festival (21. bis 23. Juli) in Weeze. So fragte zum Beispiel ein User: "Wird das Parookaville aus diesem Grunde an der Sicherheit nochmals was verändern, damit sowas dort nicht passiert? Mich beunruhigt die Situation etwas, ist ja schließlich eines der größten Festivals in Deutschland. Dennoch freue ich mich dieses Jahr wieder dabei zu sein". Diesem Eintrag schließen sich mehrere User an.

Organisator Bernd Dicks reagierte auf die Fragen in einem ausführlichen Beitrag: "Ich kann nachvollziehen, dass du dir Gedanken machst. Ich kann dir aber versichern, dass wir nicht nur jetzt sondern das ganze Jahr über Gespräche mit den zuständigen Sicherheitsbehörden haben und uns sehr intensiv mit dem Thema auseinandersetzten. Das betrifft nicht nur terroristische Szenarien sondern auch Unwetterszenarien, Brandschutz und vieles, vieles mehr. Das ganze Team ist sich der großen Verantwortung bewusst. Sicherheit steht über allem — ohne Ausnahme!"

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  • Fotos : Parookaville 2016: Impressionen vom zweiten Tag
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Dicks weist gleichzeitig daraufhin, dass eine 100-prozentige Sicherheit nicht möglich sei. Man möge ihn nicht falsch verstehen, aber eine Autofahrt zum Festival oder in den Urlaub sei statistisch gesehen viel gefährlicher. "Sicher, das kann man so nicht hundertprozentig vergleichen, ich versuche damit nur deutlich zu machen, dass es in unserem täglichen Leben eben viele Dinge gibt, die "gefährlich" sein können", schreibt Dicks. Er appelliert, dass die Parookaville-Fans sich nicht verrückt machen lassen sollen.

Der Organisator fordert die Besucher auf, wachsam zu sein - jeder könne auf Großveranstaltungen seinen persönlichen Teil zur Sicherheit beitragen: "Achtet auf euch und die Menschen um euch herum. Seid aufmerksam und hilfsbereit. Meldet merkwürdige oder eventuell gefährliche Situationen, die ihr beobachtet." Er kündigt an, dass in kommenden Wochen noch ausführlich über das Thema Sicherheit auf der Homepage des Festivals informiert werden soll.

Dicks war am Wochenende selbst bei Rock am Ring. Von der Reaktion des Publikums zeigte er sich beeindruckt: "84.000 Besucher sind ruhig und gelassen, völlig ohne Panik vom Gelände gegangen. Und, soweit ich das mitbekommen habe, am nächsten Tag fast alle wieder auf den Platz gekommen, um weiter zu feiern."

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