Geldern: Parkverbot soll Bogenstraße entlasten

Geldern: Parkverbot soll Bogenstraße entlasten

Nur auf besonders markierten Stellen auf beiden Straßenseiten können in Zukunft bis zu neun Autos parken. Sobald die Schilder geliefert werden, wird die Regelung umgesetzt. Manöverkritik sechs Monate später ist Teil der Vereinbarung.

Ein Ortstermin mit Stadtverwaltung, Anwohnern und Kreispolizei brachte den Kompromiss: Auf der Bogenstraße soll in Zukunft weitgehend ein Parkverbot gelten, um zu verhindern, dass die Anwohner nicht mehr aus ihren Ausfahrten kommen. Nur auf markierten Stellen auf beiden Straßenseiten können bis zu neun Autos parken.

Die Verkehrssituation in der Bogenstraße ist schon lange ein Aufregerthema. Besonders der Parksuchverkehr der Schüler der Liebfrauenschule wirkt sich massiv auf die kleine Wohnstraße aus. Wenn dann noch die Kinder zum Kindergarten "Arche Noah" gebracht oder wieder abgeholt werden, geht manchmal gar nichts mehr. Nach einer einvernehmlichen Lösung wird schon länger gesucht. Anwohner Andreas Kirking hatte zuletzt noch einmal mit einem Brief an die Politik auf die Situation hingewiesen.

Vor Ort stellte die Stadtverwaltung nun den Beteiligten ihren Vorschlag vor. Es werden Parkverbotsschilder aufgestellt. Ein Zusatzschild wird dann erläutern, dass nur in ausgewiesenen Plätzen das Abstellen von Autos erlaubt ist. Diese Zusatzschilder sind übrigens der Grund dafür, warum das Ganze nicht sofort gilt. Stadtsprecher Herbert van Stephoudt: "Parkverbotschilder sind auf dem Bauhof immer vorrätig. Aber die Zusatzschilder müssen bestellt werden. Deshalb dauert die Umsetzung noch bis zu sechs Wochen." Wenn die Schilder geliefert sind, werde alles an einem Tag eingerichtet. Van Stephoudt: "Die Schilder machen ja nur Sinn, wenn gleichzeitig auch die ausgewiesenen Parkbereiche zu sehen sind."

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Aus Sicht der Stadt haben alle Beteiligten zugestimmt. Etwas distanzierter sieht das Fee Kirking: "Ich fürchte, es gibt mit dem zweiseitigen Parken ein ziemliches Chaos morgens, wenn die Schüler mit dem Rad, die Eltern mit dem Auto und die Müllabfuhr Schlangenlinien fahren müssen. Aber unsere Bedenken wurden von dem Polizisten niedergeschmettert, indem er uns belehrte, dass man auch als Radfahrer warten muss, bis der Gegenverkehr weggefahren ist. Auch der vom Ordnungsamt wusste alles über Fahrverhalten und wie man am besten fährt und parkt und ausweicht. Es war zumindest eine tolle Lehrstunde über Verhalten im Straßenverkehr."

Aus Sicht der Anwohner ist nun das Ordnungsamt gefordert, um die neue Regelung durchzusetzen. Sprich: Parksünder müssen auch mit Knöllchen rechnen. Stadtsprecher Herbert van Stephoudt betont, dass die Lösung nicht in Stein gemeißelt sei. Man habe auch vereinbart, nach einer Probezeit von etwa sechs Monaten ein Feedback zur neuen Regelung einzuholen.

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(RP)