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Geldern: Ostwall: GWS kauft Fairkaufhaus-Komplex

Geldern : Ostwall: GWS kauft Fairkaufhaus-Komplex

Langfristig soll hier Wohnraum für Senioren entstehen / Bestand des Kaufhauses ist aber gesichert

Preiswerten Wohnraum sowie den Erhalt alter Bausubstanz hat sich die Wohnungsgenossenschaft Geldern (GWS) auf die Fahnen geschrieben. Deshalb verwaltet Geschäftsführer Paul Düllings mit seinem Team mittlerweile über 900 Mietwohnungen im Südkreis.

Doch in Zukunft könnte noch eine üppige Anzahl hinzukommen. Denn die Genossenschaft mit Sitz am Issumer Tor (Rathaus) hat jetzt das Grundstück mit dem Fairkaufhaus und der alten Nolte-Fabrik am Ostwall gekauft. Wie teuer die Investition war, dazu sagt Geschäftsführer Düllings allerdings nichts.

Wie es auf dem Gelände in den nächsten Jahren weitergehen könnte, das verrät der GWS-Chef dagegen schon. "Die Existenz des Fairkaufhauses ist langfristig gesichert. Da braucht sich niemand Sorgen zu machen", erklärt Düllings auf RP-Anfrage. Und auch die denkmalgeschütze Fassade der alten Nolte-Fabrik neben der Caritas-Einrichtung für sozial Schwächere ist in ihrem Bestand nicht gefährdet. Doch hinter der schönen Kulisse, wo auch eine Nebenstelle des Finanzamtes schon angesiedelt war, liegt eine Fläche bis zum alten Stadtgraben, deren Entwicklung die Gelderner Wohngenossenschaft im Auge hat.

Insgesamt 8800 Quadratmeter sind durch den Verkauf der Nolte-Erbengemeinschaft in den Besitz der Genossenschaft übergegangen. Ein Areal, das Düllings & Co. vor allem für seniorengerechten Wohnraum mitten in der Stadt vorgesehen haben. Dabei ist die Caritas, wie schon bei einer Anlage mit 28 Wohneinheiten für Senioren in Rheurdt, Partner der GWS.

"In den ersten drei bis fünf Jahren wird hier aber erst mal gar nichts passieren — es sei denn, jemand möchte die ehemaligen Finanzamtsräume spontan anmieten", erklärt Paul Düllings gelassen. Wobei der Großholthuysener zugibt, dass er nicht wirklich mit einem neuen Mieter rechnet. Vielmehr geht es ihm darum, das Entwicklungspotenzial der Fläche in Zukunft zu nutzen. Und durch die Tatsache, dass auf der anderen Straßenseite irgendwann das XXL-Berufskolleg verschwindet, wird das Areal bestimmt nicht uninteressanter.

(RP/rl)