Erhöhung gilt für beide Grundschulen Offener Ganztag an Issums Grundschulen wird teurer

Issum · Der Grund: die Finanzierung ist nicht auskömmlich, sagt die Verwaltung. Unabhängig davon gab es an der St.-Nikolaus-Schule auch einen Trägerwechsel. Seit dem neuen Schuljahr ist nicht mehr der Förderverein zuständig sondern die Awo.

Die nachschulische Betreuung, der Offene Ganztag, wird an den Grundschulen in Issum teurer.

Die nachschulische Betreuung, der Offene Ganztag, wird an den Grundschulen in Issum teurer.

Foto: dpa/Sven Hoppe

Eltern müssen sich mit dem Beginn des neuen Schuljahres auf höhere Beiträge für den Offenen Ganztag an den Issumer Grundschulen einstellen. Das betrifft beide Grundschulen, die St.-Nikolaus- und die Brüder-Grimm-Schule.

Zuletzt hatte der Rat am 7. Dezember über die Beiträge entschieden, die seit dem 1. August 2022 galten. „Die Finanzierung der Offenen Ganztagsschulen ist weiterhin nicht auskömmlich“, lautet die Begründung der Verwaltung, warum jetzt eine Anpassung erfolgt. Die geht los ab Einkommensstufe 2. Das bedeutet, wer unter 25.000 Euro brutto im Jahr verdient, der musste in der Vergangenheit und auch in der Zukunft Elternbeiträge zahlen. So ändert sich das in allen anderen Gehaltsstufen: Bis 36.000 Euro lag der Elternbeitrag bisher bei 31 Euro, er wird um zwei Euro erhöht auf 33 Euro; bis 47.000 Euro Gehalt steigt der Beitrag ebenfalls um zwei Euro von 46 auf 48 Euro; wer bis 58.000 Euro verdient, zahlt in Zukunft 71 statt 67 Euro; bis zu 69.000 Euro Einkommen steigt der Beitrag von 93 auf 98 Euro; bis 80.000 Euro Lohn steigt der Beitrag von 124 auf 131 Euro; bei bis zu 100.000 Euro geht es neun Euro rauf von 160 auf 169 Euro; bei über 100.000 Euro Einkommen steigt der Beitrag von 209 auf 221 Euro.

Die SPD hatte noch den Antrag gestellt, die Einkommensgrenzen allgemein um 15 Prozent anzuheben, damit auch „Mehrverdiener“ entlastet werden, weil aufgrund der Inflation Familien aktuell ohnehin überall mehr zahlen müssen. Der Antrag ist mit einer Stimme Unterschied abgelehnt worden.

Susanne Hackstein von der Issumer Verwaltung sieht den Vorteil bei der jetzigen Bemessung darin, dass es die gleichen Einkommenseinteilung gibt wie bei den Elternbeiträge für die Kindergärten. So müssten sich die Eltern nicht umstellen.

Einen Wechsel gab es allerdings bei der Trägerschaft des Offenen Ganztags an der St.-Nikolaus-Grundschule. Bisher war dafür der Förderverein „Freunde und Förderer der St.-Nikolaus-Schule“ zuständig. Seit dem neuen Schuljahr ist das die Awo. Die hat im Kreis Kleve bereits die Betreuung einiger Offenen Ganztage übernommen, in Schulen in Bedburg-Hau, Goch, Kleve, Straelen, Geldern, Kevelaer und Rheurdt. „Die Übergabe hat wirklich gut geklappt“, sagt Jessica Claassen, Schulleiterin der St.-Nikolaus-Schule. Allen Mitarbeitern des Offenen Ganztags war das Angebot gemacht worden, übernommen zu werden. Eine Mitarbeiterin hat gewechselt. „Uns war wichtig, dass weiterhin frisch gekocht wird“, sagt die Schulleiterin. Und das bleibt auch erhalten.