Wachtendonk: Noch mehr Leben nach Wachtendonk bringen

Wachtendonk: Noch mehr Leben nach Wachtendonk bringen

In der Zukunftswerkstatt sind eine Reihe von Vorschlägen gemacht worden. Einige werden jetzt umgesetzt. Es beginnt mit dem Ausbau des digitalen Marketings und Angeboten für den Friedensplatz.

Auf neue Herausforderungen einstellen will die Gemeinde Wachtendonk mit ihren fast 8300 Einwohnern die beiden Ortskerne Wachtendonk und Wankum. Deshalb hat sie im Juni 2015 eine "Zukunftswerkstatt" gestartet. Auf breiter Basis sollte darin eine Diskussion über die Innenentwicklung gestartet werden. Der Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt, Tourismus und Ortsentwicklung hat jetzt die Umsetzung einiger Maßnahmen beschlossen und dabei die Reihenfolge festgelegt.

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Ausbau des digitalen Marketings. Über QR-Codes soll, einem Antrag der CDU gemäß, den Besuchern an verschiedenen Standorten ein Zugriff auf die Informationen der kommunalen Internetseite ermöglicht werden. An markanten Stellen, zum Beispiel der Niersuferpromenade, der Dorfstube Wankum, dem Bootssteg an der Moorenstraße und der Blauen Lagune, ist an das Anbringen witterungs- und UV-beständiger Aufkleber gedacht.

Bereits mit QR-Codes versehen sind laut Verwaltung die Acrylschilder zum Rundgang durch den historischen Ortskern und vom Erlebnispfad Kulturlandschaft Süd.

Touristisch aufgewertet werden soll der Friedensplatz, und zwar durch neue Angebote. Nach Auffassung der CDU wird die zentrale Fläche an der Niers bisher zu wenig genutzt. Gerade im Sommer könnte für Familien mit Kindern deutlich mehr passieren. Die Verwaltung will prüfen, was in diesem Jahr noch umgesetzt werden kann. Denkbar wäre zum Beispiel der Einsatz wechselnder mobiler Spielgeräte.

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Ein Anliegen ist der CDU auch die künstlerische Gestaltung leer stehender Schaufenster. Hier soll zunächst eine Leerstands-Analyse vorgenommen werden, gefolgt von Gesprächen mit Eigentümern, ob sie bei Aktionen mitmachen würden. Maßnahmen wären unter anderem die Präsentation von Kunstwerken und der Einsatz digitaler Bilderrahmen.

Noch weitere Maßnahmen wurden vom Ausschuss befürwortet, sie rangieren in der Prioritätenliste jedoch weiter hinten. Dazu zählt die von der WWG beantragte Anlage eines Radwanderrundweges "Wachtendonk-Wankum". Damit soll die seit der Jahrtausendwende bestehende, rund 35 Kilometer lange "Bürgermeisterroute" auf alle Gemeindeteile ausgedehnt werden. Laut Fachbereichsleiterin Angelika Trost ist noch offen, ob dieser Weg als Schleife, wie beantragt, oder als Rundkurs angelegt wird. Die Verwaltung soll die Kosten ermitteln und in den Etatentwurf 2018 einstellen.

Ein weiteres gebilligtes Projekt ist die Verschönerung der Brücken in der Gemeinde, die von der CDU beantragt wurde. Es wird geprüft, wie sich Malerei und Lichtkunst umsetzen lassen und wie teuer das würde. Angelika Trost: "Zunächst sollen die beiden Hauptbrücken geprüft werden." Das sind die an der Feldstraße (Friedensplatz) und an der Wankumer Straße (L 140). Weitere Niersbrücken sind an der Straße Achter de Stadt, die Fußgänger- und Radfahrerbrücken am Pellmannssteg, am Dammweg und am Mühlenwall sowie die Autobahnbrücke der A 40.

Abgelehnt hat der Ausschuss zwei Anträge der WWG. Einer betraf die Anlage eines "Planetenwanderweges". Das würde, so Trost, "zu aufwendig, wenn man es richtig macht". Auch die Anlage eines "Barfußweges" setzte sich im Ausschuss nicht durch.

(RP)