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Niersexpress: Corona-Fahrplan aufgehoben, doch Probleme bleiben

Neuer Fahrplan gilt ab Montag : Baustelle sorgt für Ärger beim Niersexpress

Nachdem der RE 10 monatelang nach Duisburg umgeleitet wurde, machen nun bis Juni Bauarbeiten zum Teil einen Schienenersatzverkehr nötig. Der Corona-Fahrplan ist aber aufgehoben: Ab Montag fahren die Bahnen wieder halbstündig.

Erst einmal klang es eigentlich nach guten Nachrichten. Der Corona-Sonderfahrplan für den Niersexpress RE 10 wird zum 20. April aufgehoben. Gleichzeitig soll zu diesem Zeitpunkt der neue Jahresfahrplan in Kraft treten. Eigentlich. Denn Bauarbeiten auf der Strecke sorgen ab dem 20. April dafür, dass der neue Fahrplan erst einmal Makulatur ist. Bahnfahrer müssen sich auf Einschränkungen in den frühen Morgenstunden und am Abend einrichten.

Natürlich sei es ärgerlich für die Bahnfahrer, dass es jetzt wieder Beeinträchtigungen gebe, aber das sei nicht zu verhindern, so Karin Punghorst von der Nordwestbahn, die den Niersexpress betreibt. Nachdem schon in Osterrath gebaut wurde, ist diesmal der Bereich zwischen Kempen und Geldern an der Reihe. Dort modernisiert die Bahn die Schienen, denn die Bahn ist Eigentümer der Infrastruktur und damit auch für die Sanierung zuständig. Grundsätzlich begrüßt auch die Nordwestbahn die Investitionen in die Strecke. „Wir finden gut, dass die Trasse saniert wird, aber dann sind Einschränkungen aber nun einmal nicht zu vermeiden“, so die Nordwestbahn-Sprecherin. Man habe aber die Hoffnung, dass nach der Modernisierung eben auch der Verkehr auf der Strecke reibungsloser fließt.

Auf der Strecke von Kleve Richtung Düsseldorf entfallen vom 20. April bis 31. Mai und vom 2. bis 4. Juni einige Zugverbindungen in den frühen Morgenstunden und in den späteren Abendstunden von Kleve nach Kempen beziehungsweise Düsseldorf. Am 1. Juni fallen alle Zugverbindungen von Kleve nach Düsseldorf aus. Fahrgäste sollten den geänderten Fahrplan genau im Blick haben, denn an verschiedenen Tagen ändert sich auch der geänderte Fahrplan wieder. Im Grundsatz sollte man sich darauf einstellen, dass der Sonderverkehr werktags zwischen 3.54 Uhr und 4.24 Uhr und 19.54 bis 22.54 (jeweils Abfahrt Kleve) gilt. Von Kleve bis nach Geldern verkehren Ersatzzüge, die bereits 27 bzw. 32 Minuten früher als üblich in Kleve starten. Diese Züge enden in Geldern. Von dort fahren Ersatzbusse bis nach Kempen beziehungsweise bei wenigen Verbindungen bis nach Düsseldorf. In Kempen kann dann die reguläre Zugverbindung nach Düsseldorf erreicht werden. Die Abfahrt der Ersatzbusse erfolgt in Geldern zu den Minuten 3 bzw. 33 und somit 25 Minuten früher als die Abfahrt der regulären Zugverbindungen. Die Ankunft in Kempen erfolgt sieben Minuten früher als die Ankunft der regulären Zugverbindungen. Beachten sollten alle, dass sonntags wieder andere Regelungen gelten.

Auf der umgekehrten Richtung von Düsseldorf nach Kleve entfallen ebenfalls im Zeitraum 20. April bis 31. Mai und vom 2. bis 4. Juni einige reguläre Zugverbindungen von Kempen nach Kleve. Am 1. Juni entfallen alle Zugverbindungen von Kempen nach Kleve. Auch hier sollte man den geänderten Fahrplan genau im Blick haben. Betroffen sind vor allem Fahrten in den Abendstunden zwischen 19.39 und 23.09 (jeweils Abfahrt Düsseldorf). Von Düsseldorf bis nach Kempen verkehren die Züge zu den regulären Fahrzeiten, jedoch geht die Fahrt von Kempen bis nach Geldern mit Ersatzbussen weiter. Damit auch in Geldern ein Anschluss besteht, starten die Ersatzzüge zu späteren Abfahrts- und Ankunftszeiten bis Kleve. Kleve wird dadurch 33 Minuten später als die reguläre Zugverbindung erreicht. Die Abfahrt der Ersatzbusse erfolgt in Kempen zu den Minuten 21 bzw. 51 und somit sechs Minuten später als die Abfahrt der regulären Zugverbindungen. Die Ankunft in Geldern erfolgt 26 Minuten später als die Ankunft der regulären Zugverbindungen. Auch hier muss jeder beachten, dass sonn- und feiertags andere Zeiten gelten.