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Neues Schießanalysekino bei Jagd und Mode Heistrüvers in Wachtendonk.

Wachtendonker Fachgeschäft feiert 25-jähriges Bestehen : Neues Schießkino ermöglicht genaue Analyse

Jagd und Mode Heistrüvers schenkt sich und der Jägerschaft der Region zum Silberjubiläum eine digitale Trainingsmöglichkeit.

Langsam kommt der Keiler auf den Weg, bleibt kurz stehen. Ein Knall – Blattschuss. Das Tier fällt um. Jetzt stoppt der Film, denn nun geht es um die Analyse des Schusses und des Verhaltens des Jägers. Im neuen Schießanalysekino bei Jagd und Mode Heistrüvers bietet moderne digitale Technik ganz neue Möglichkeiten, Jäger im Umgang mit der eigenen Waffe zu schulen und selbst kleine Fehler zu korrigieren. Mit dem Kino be­schenkt­ Heistrüvers zum Silberjubiläum nicht nur sich selbst, sondern sozusagen die Jägerschaft der Region.

Das umfangreiche Programm ist für das jagdliche und das sportliche Büchsen- und Flintenschießen geeignet. Es wurde für das professionelle Training und die Ausbildung beim Büchsen- und Flintenschießen entwickelt. Das ist die Auswertung von Bewegung der Waffe und Treffpunktlage in Relation zum Ziel. Auf dieser Grundlage kann die eigene Schießtechnik genau analysiert und im Anschluss bei speziellen Übungen optimiert werden. Bei Jagd und Mode Heistrüvers können sich bis zu drei Jäger für eine Stunde am Simulator Marksman ST-2 einmieten. Dabei ist immer ein Ausbilder, der im Umgang mit der Anlage und der Auswertung der Ergebnisse geschult wurde. Geschäftsführer Dirk Heistrüvers, wie sein Vater und Firmengründer Heinz-Theo Heistrüvers selbst begeisterter Jäger, ist sehr angetan vom neuen Angebot. „Die Kameratechnik ist viel präziser als vergleichbare Systeme mit Lasertechnik. Zudem sind die Möglichkeiten der Auswertung vielfältiger.“ Dafür sprechen auch die Referenzkunden des Anbieters. Demnach trainieren auch Olympia-Schützen damit für den Wettkampf.

Von so moderner Technik träumten Heinz-Theo und Gertrud Heistrüvers noch nicht, als sie sich vor 25 Jahren in Wachtendonk selbstständig machten. Sie übernahmen das traditionsreiche Fachgeschäft von Helmut van Amern mitten in Wachtendonk. Mit Begeisterung für die Jagd, aber geschäftlich eher branchenfremd, wagten sie sich ins kalte Wasser und fanden schnell einen begeisterte und treue Stammkundschaft. Folgerichtig gab es 2004 den Umzug ins Gewerbegebiet in den größeren Neubau Auf dem Bock.

Der scheint heute fast schon wieder aus allen Nähten zu platzen, denn das Angebot wird immer vielseitiger. Wer alles für den Jäger bietet, hat eben auch eine spezielle Ecke mit Zubehör für den Jagdhund. Von der Spezialkleidung für alle Witterungsverhältnisse über Jagdwaffe und Munition bis zum „Wildmagnet“, dem Universallockmittel aus der Tube, reicht das riesige Angebot. Derzeit im Trend und stark nachgefragt sind besonders Wärmebild- und Nachtsichtgeräte sowie Funkbildkameras, die den Waidmann auf seinem Handy informieren, wenn etwas durchs Revier gehuscht ist. Bei allem Trend zur Digitalisierung und Spezialisierung ist aber eines gleich geblieben: „Die Kunden kommen nicht einfach zu uns, um sich einen Artikel zu greifen und zur Kasse zu gehen. Intensive fachkundige Beratung gehört dazu, manchmal auch nur ein Gespräch unter Jägern. Neue Mitarbeiter brauchen oft bis zu zwei Jahre, um sich bei der Vielfalt des Angebots die nötigen Fachkenntnisse anzueignen“, so Gertrud Heistrüvers.

Jagd und Mode Heistrüvers, Arbeitgeber für 13 Menschen, ist vor allem auch ein Familienunternehmen im besten Sinne. Dirk Heistrüvers, Jahrgang 1989, ist bereit, die Nachfolge der Gründergeneration anzutreten. Seine Schwester Meike Pulheim kümmert sich von Xanten aus um Kommunikation und soziale Medien, Schwester Britta Heistrüvers arbeitet in der Sonsbecker Gemeindeverwaltung, hilft aber mit, wenn nötig und möglich.

Seit gut 15 Jahren sind es aber nicht nur die Jäger, die den Weg zu Heistrüvers im Wachtendonker Gewerbegebiet finden. Seitdem sich Oktoberfeste immer größer Beliebtheit erfreuen, gibt es neben der Jagd- auch Trachtenmode für die Party im Festzelt. 600 Dirndl hingen zu Saisonbeginn in den Regalen, genauso viele Lederhosen sind im Angebot. Auf Modenschauen und bei Dirndlabenden am ganzen Niederrhein stellt das Unternehmen sein Angebot vor. Gertrud Heistrüvers: „Das hat sich zu einem wichtigen Standbein für uns entwickelt. Und die Nachfrage ist sogar immer noch steigend.“