Geldern: Neues Pflaster für Hartstraße

Geldern: Neues Pflaster für Hartstraße

Gelderns Bau- und Planungsausschuss hat sich für eine 104 000 Euro teure Sanierung ausgesprochen. Vor dem Landgericht läuft noch ein Rechtsstreit zwischen der Stadt und der Baufirma der Umgestaltung von 2005.

Die Hartstraße soll ein neues Pflaster bekommen. Schnell und einstimmig entschied sich der Gelderner Bau- und Planungsausschuss gestern gegen die von der Verwaltung favorisierte Asphaltdecke und sprach sich für die Sanierung der Fahrbahn durch ein Pflaster samt Betontragschicht aus. 104 000 Euro soll diese Maßnahme kosten.

Im Rechtsstreit

Wie mehrfach berichtet, war es nach dem Umbau der Straße im Jahr 2005 durch Absenkungen zu Rillen im Betonsteinpflaster gekommen, die aus der Fahrbahn nach Regen eine Pfützenlandschaft machten. Darüber liegt die Stadt mit der Baufirma, die damals die Arbeiten vornahm, im Rechtsstreit. Das selbstständige Beweisverfahren vor dem Landgericht Kleve läuft noch.

Hein Lemmen (CDU) äußerte die Überzeugung, dass das Verfahren zu Gunsten der Stadt ausgehen werde. Weil die Stadtwerke während der Sanierung eine Wasserleitung erneuern wollen, sei auch von dieser Seite einiges zu erwarten. Alexander Alberts (FDP) bezeichnete die Gestaltung der Straße als Instrument der Wirtschaftsförderung. Ein Pflaster sei attraktiv und unterstütze die Geschäfte. "Langfristig wollen wir aus der Hartstraße eine Fußgängerzone machen", verdeutlichte er die Position der Liberalen, der Bernd Bianchi (Bündnis 90/Die Grünen) voll zustimmte. Hermann-Josef Eicker (SPD) forderte die Verwaltung auf, die erneute Umgestaltung mittels Pflaster so zu begleiten, dass nicht in absehbarer Zeit wieder eine Reparatur fällig werde.

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Die Sanierung soll laut Tiefbauamtsleiter Frank Hackstein in zwei Abschnitten erfolgen und in elf Wochen zwischen der Straßenparty und dem Straßenmalerwettbewerb erledigt sein. Die Maßnahme, die im Zwei-Schicht-Betrieb täglich außer sonntags von 6 bis 20 Uhr laufen soll, wird laut Plan am Marktbrunnen beginnen.

Eine Entscheidung traf der Ausschuss auch für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Walbeck der L 480. Hier schloss sich das Gremium bei einer Gegenstimme von Harald Hilgers (CDU) dem Vorschlag der Verwaltung an: Die Fahrbahn soll eine Asphaltdecke (bituminöse Bauweise) erhalten. Dadurch fallen für die Stadt keine zusätzlichen Kosten an. Bei Pflaster wären fast 23 000 Euro und die Unterhaltung fällig gewesen. Eicker (SPD) und Jörg Ingendae (FDP) machten deutlich, dass man die L 480 und die Hartstraße nicht miteinander vergleichen könne.

Internet Frühere Berichte über die Hartstraße unter www.rp-online.de/geldern

(RP)