Wachtendonk: Neues Domizil für Wachtendonker Jugendtreff?

Wachtendonk: Neues Domizil für Wachtendonker Jugendtreff?

Der Haupt- und Finanzausschuss berät über die mögliche Nutzung von Räumen in der Sekundarschule.

Auf der Suche nach einem neuen Domizil für die Jugendarbeit in Wachtendonk zeichnet sich jetzt eine Lösung ab. Der Haupt- und Finanzausschuss berät in seiner nächsten Sitzung darüber, inwiefern Räume in der Sekundarschule für diesen Zweck genutzt werden können.

Mit dem Thema beschäftigen sich Verwaltung und Politik seit fast drei Jahren. Das ehemalige Jugendheim "Old School" an der Wankumer Straße wurde ab Mitte 2015 vorübergehend als Flüchtlings-Unterkunft genutzt. Im Dezember 2016 fand dort die letzte Jugend-Aktion statt, bevor das Haus abgerissen wurde und einem Kindergarten Platz machte. Die jungen Wachtendonker stehen seitdem ohne eigenes Zentrum da. Die Suche nach Alternativen blieb bislang erfolglos.

Mitte Mai haben sich Verwaltungsvertreter, Angehörige der Jugendarbeit und der Schulleitung getroffen und sich angesehen, welche Räume für die Jugendarbeit in Frage kommen, ohne den Schulbetrieb zu stören. Heißer Kandidat ist der jetzige Biologieraum samt Vorbereitungsraum. Es handelt sich um eine Fläche von knapp 120 Quadratmetern. Die Räume könnten laut Verwaltung durch zwei abschließbare Türen im Flur vom Schulgebäude abgetrennt werden. Damit wäre gewährleistet, dass die Besucher der Jugendeinrichtung außerhalb des Schulbetriebs nicht durch das gesamte Schulgebäude laufen können. Um in diesen abgetrennten Bereich zu gelangen, muss ein Zugang über den Innenhof mit einer neuen Eingangstür geschaffen werden. "Derzeit prüft der Architekt, ob das im Hinblick auf die Statik in diesem Bereich machbar ist", heißt es in der Verwaltungsvorlage.

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Durch die vorhandene "Fluchttür" im Flur sei es möglich, das Außengelände zu erreichen, das von den Jugendlichen neben dem Innenhof dann auch genutzt werden kann. Der Biologieraum lässt sich nach Meinung der Verwaltung ohne Probleme in einen Klassenraum des Pädagogischen Zentrums verlegen, da dort Klassenräume mit Vorbereitungsraum nicht mehr belegt werden.

Eine Nutzungsänderung muss beim Kreis Kleve beantragt werden, damit die Schulräume zu Räumen für die Jugendarbeit werden können. Dafür muss der Architekt einen entsprechenden Bauantrag einreichen. Im laufenden Haushalt sind für die eventuell notwendigen baulichen Maßnahmen 20.000 Euro eingeplant. Ob dieser Betrag reicht, steht laut Verwaltung noch nicht fest. Nach den Förderrichtlinien des Kreises Kleve sei es möglich, für die Umbauten Zuschüsse zu beantragen.

Der Beschlussvorschlag sieht eine Empfehlung des Ausschusses an den Gemeinderat vor, wonach die Verwaltung beauftragt wird, die Unterbringung des Jugendtreffs Wachtendonk in der Sekundarschule zu realisieren. Die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses beginnt am Donnerstag, 14. Juni, um 18 Uhr im Bürgerhaus "Altes Kloster".

(kla)