Geldern: Neue Schule für Altenpflege für Geldern

Geldern: Neue Schule für Altenpflege für Geldern

Eine Bildungseinrichtung für Aus- und Weiterbildung in der Pflegebranche ist in der Gründung, ein "Fachseminar für Altenpflege". Bewerber sind willkommen. Standort wird die alte Handelsschule an der Friedrich-Spee-Straße.

In Geldern soll es bald ein neues "Fachseminar für Altenpflege" geben. Die Einrichtung des Bildungs-Anbieters MaxQ ist derzeit in Gründung. Ihren Standort soll sie in der alten Handelsschule an der Friedrich-Spee-Straße 30 bekommen. Die Räume werden gerade hergerichtet, für etwa Mitte April ist der Einzug geplant, und Bewerber sind jetzt jederzeit willkommen.

Dafür steht die Leiterin der Schule, Claudia Claßen, die ganz allgemein für den Einstieg in die Pflegebranche wirbt. "Die Verdienstmöglichkeiten nachher und auch in der Ausbildung sind wirklich sehr gut", versichert sie. "Aber irgendwie ist das Berufsbild noch nicht so bekannt." Das würde sie gerne ändern.

Wichtig sei ihr praxisnaher Unterricht: "Wir werden sehr viele Projekte erarbeiten", sagt sie. "Wir werden viel hier in der Region bewegen, um Altenpflege bekannter zu machen." Sie selbst weiß als Lehrerin und Schulleiterin, wovon sie spricht, betont Claudia Claßen: "Ich habe wirklich jede Ausbildung und jede Weiterbildung, die wir anbieten, selbst durchlaufen." Und sie versichert den angehenden Azubis: "Wir begleiten den Weg kontinuierlich", durch Ausbildung bis in Job oder Studium.

Die ersten beiden Ausbildungsgänge starten am 2. Mai: die dreijährige Ausbildung in der Sparte "Altenpflege" und ein einjähriger Ausbildungsgang in der "Altenpflegehilfe". Die Theorie wird in der Schule gelehrt, der praktische Ausbildungsteile wird in Kooperationsbetrieben erfüllt. Dazu hat die Schule bereits Kontakte zu Unternehmen in der Region geknüpft, etwa zu Altenheimen, ambulanten Diensten, Tagespflege-Einrichtungen. "Die haben Plätze reserviert, genügend für unsere Kurse", sagt Schulleiterin Claßen. "Die haben Bedarf, wirklich großen Bedarf", betont sie, und es fehle an Nachwuchskräften.

Schüler können sich also einfach im Fachseminar anmelden und so an einen Kooperationsbetrieb gelangen. Der umgekehrte Weg ist aber ebenso gut möglich: Wer beispielsweise einen Betrieb für eine Ausbildung in der Altenpflege an der Hand hat, der kann sich damit ebenfalls für die theoretischen Inhalte beim Fachseminar anmelden.

In den ersten beiden Ausbildungsgängen können am Seminar insgesamt etwa 35 bis 40 Leute unterkommen, bislang ist etwa die Hälfte der Plätze besetzt. Im Oktober starten die gleichen Bildungsgänge noch mal. Und Anfang September beginnt ein Ausbildungsgang zur "Betreuungskraft"; das ist ein vier- bis sechswöchiger Kursus.

Für die Zukunft ist es geplant, zudem Weiterbildungen im Pflegebereich auf den Lehrplan zu heben, etwa zur Praxisanleitung oder Pflegedienstleitung. "Und Kurse für pflegende Angehörige zur Aufklärung und Beratung werden wir auch anbieten", sagt sie.

Generell sei weiteres Wachstum der Einrichtung am Standort Geldern möglich - es komme auf den Bedarf und die Entwicklung in der Region an.

Wer sich für den Einstieg in die Pflegebranche interessiert, möge sich melden, fordert Schulleiterin Claßen auf. Pflegekräfte würden dringend gesucht, und die Bildungsgänge seien oft sowohl für Berufseinsteiger interessant als auch für Leute, die später noch mal umsatteln wollen.

MaxQ ist in verschiedenen Berufsbranchen ein großer Bildungsanbieter in Nordrhein-Westfalen. An bisher elf Standorten im Bundesland bietet die Kette bisher Aus- und Weiterbildungen in Pflege- und Therapieberufen an, Geldern soll als zwölfter dazukommen.

Fragen und Bewerbungen seien jederzeit willkommen, erklärt Claudia Claßen. Kontakt: Telefon 0175 1842515, classen.claudia@maxq.net, www.maxq.net/geldern.

(RP)