Neue Ausstellung im His-Törchen Eintauchen in die Welt der Sprechblasen

Issum · Bei der neuen Ausstellung im Issumer His-Törchen dreht sich alles um Comics. Der Sammler Lothar Pekx stellt nicht nur die Hefte sondern auch sein Wissen zur Verfügung. Denn eines ist klar: es gibt deutlich mehr als nur Mickey Mouse.

Bei der Ausstellungseröffnung „Comics“ vom Issumer Sammler Lothar Pekx gab es für die Besucher einiges zu entdecken. Die Ausstellung bildet die Vielfalt der verschiedenen Gestaltungsarten und Geschichten ab.

Bei der Ausstellungseröffnung „Comics“ vom Issumer Sammler Lothar Pekx gab es für die Besucher einiges zu entdecken. Die Ausstellung bildet die Vielfalt der verschiedenen Gestaltungsarten und Geschichten ab.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Zum ersten Advent kann man mal entspannt auf dem Sofa sitzen und Comics lesen. Oder aber, man macht sich auf den Weg zum Histörchen in Issum und besucht die Ausstellung: „127 Jahre Comics – (M)eine Sammlung“ von Lothar Pekx. Was einen dort erwartet, ist eine wunderbare Mischung aus Comics, die man aus seiner Kindheit kennt, wie zum Beispiel das Mickey Mouse Heft, aber auch Comics die noch Mama und Papa kannten, wie zum Beispiel Fury oder Bonanza.

Wer nun verdutzt guckt, der lernt gleich einen der wichtigsten Erfolgspunkte der Comics kennen. Denn zu den Filmserien wurden damals wie heute immer gerne auch Comic Hefte der jeweiligen Serienhelden veröffentlicht. Somit gibt es ein schier nicht enden wollendes Angebot an Comic-Heften. Ein Besonderes Heft ist zum Beispiel die „Tatort“ Serie und das dazu gehörige Heft mit Schimanski. Lothar Pekx, der Herr der Hefte, hat alleine schon 22.000 verschiedene Exemplare, wenn man die doppelten Hefte nicht mitrechnet. Im Herzen ist der pensioniere Berufschullehrer zum Glück ein Kind geblieben. Sein ganzer Dachboden ist den „Phantasien in Sprechblasen“ gewidmet. Bei der Ausstellungseröffnung hat er für die Gäste auch ein Arbeitsblatt vorbereitet. Die jüngeren Besucher zuckten zwar ganz kurz zusammen, da sie sich sonntags wohl nicht so gerne mit Arbeitsblättern beschäftigen wollen, hatten dann aber doch sichtlich Spaß. Das Arbeitsblatt zeigte auf der vorderen Seite 28 unterschiedliche Comic-Helden, die man auf der Rückseite dann benennen sollte. Die Besucher gingen von Vitrine zu Vitrine um den ein oder anderen Tipp zu erhalten. Figuren wie Pink Panther erkannten sicherlich viele, aber den kleinen Pauli zu erraten war schon schwerer. Bei dem Bild mit dem Collie haben nahezu alle Lassie geschrieben, der im Comic aber Bessy hieß.

Während man die Ausstellung auf sich wirken lässt, kann man ganz nebenbei auch eine Menge über die „Neunte Kunst“ lernen. So wird die Comic-Kunst auch genannt. Einer der ersten gedruckten Comics erschien im Jahre 1896 in der New York Times und hieß: „Yellow Kid“ von Richard Felton Outcault. Die Ursprünge der Comics liegen in der Antike, wie zum Beispiel im Grab des Menna von vor 3400 Jahren. Diese Malereien erzählen in einer Bildabfolge von der Ernte und der Verarbeitung von Getreide.

Doch zurück nach Issum, dort lernen die Besucher von Pekx welche Genres es im Comic-Bereich gibt. Zu erkennen ist das an den thematisch sortierten Vitrinen. Des weiteren erfährt der Besucher auch gleich wie es zu der Form der Comics kam, die wir heute so kennen.

Ein Trend, der es zu Beginn nicht leicht auf dem deutschen Markt hatte, sind die Mangas. Die meist aus Japan stammenden Hefte mussten nicht nur mühsam ins Deutsche übersetzt werden, auch die komplette Lesart dieser Hefte ist japanisch orientiert. Man liest sie also beginnend auf der „letzten Seite“ und liest die erste Zeile von rechts nach links und dann weiter in der zweiten Zeile. Zwei Länder aus dem weitaus mehr Comics stammen und deren Comics auch in Deutschland eine große Fangemeinde fanden sind Frankreich und Belgien. Zu nennen wären da: Tim und Struppi, Asterix und Obelix, Lucky Luke oder Gaston.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort