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Neue Angebote in der Sekundarschule Straelen.

Angebote für die Fünftklässler in Straelen : Sekundarschule mit sanftem Übergang

Für die neuen Fünftklässler in dieser Straelener Schule gibt es neue Angebote. Sie heißen „besondere Freitage“ und themenorienierter Unterricht.

Es solle ein Anfang sein, sagt Ariane Latzberg. Ein Anfang, um ein wenig aus dem Regelschulalltag herauszukommen. Was die stellvertretende Leiterin der Sekundarschule Straelen damit meint, sind zwei neue pädagogische Ansätze für die Schüler in den fünften Klassen. Die Stichworte heißen „besondere Freitage“ und themenorientierter Unterricht.

Die „besonderen Freitage“ sind laut Schulleiter Patrick Richter dafür da, den Start für die Neulinge noch reibungsloser und angstfreier zu gestalten. Es werde der Fokus auf einen sanften Übergang gelegt, erklärt Sebastian Jacobs, Beratungslehrer für die Klassen 5 bis 7. Bis zu den Herbstferien gab es für die rund 65 Schüler der 5 a, b und c freitags von der zweiten bis fünften Stunde Projekte für Prävention und Teambildung in den Klassen. Ein Sportparcours musste von den Teams der Fünfer gemeinsam bewältigt werden. Im Jugendzentrum Just wurde das Teamtraining weitergeführt.

Besonders stolz ist man an der Sekundarschule Straelen auf die Kooperation mit der heilpädagogischen Praxis „Apfelbaum“ aus Walbeck beim Kommunikationstraining. Es ging dabei, so Schulsozialarbeiterin Conny Schroers, um gewaltfreie Kommunikation. Devise: Weg von der knurrigen, aggressiven Wolfssprache hin zur Giraffensprache voller Gefühl und mit großem Herz. Diese Zusammenarbeit soll dauerhaft etabliert werden.

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Ein Bauernhofbesuch der Schüler wurde im Biologieunterricht nachbearbeitet. Höhepunkt der „Freitage“ war ein Besuch im „Irrland“. „Die Rückmeldungen der Eltern waren positiv“, berichtete Conny Schroers aus ersten Lern- und Entwicklungsgesprächen. Die Kinder fühlten sich in den neuen Klassenstrukturen wohl.

Die logische Erweiterung der „besondere Freitage“ ist jetzt der themenorientierte Unterricht, kurz Theo. Es handelt sich um einen reformpädagogischen Ansatz. „Wir haben uns überlegt, wohin sich die Schulform Sekundarschule entwickelt, und haben dabei festgestellt, dass wir oft an Fachgrenzen stoßen“, erläutert die stellvertretende Schulleiterin Ariane Latzberg, die zugleich Chemielehrerin ist. Beim Theo wird zu einem bestimmten Thema fächerübergreifend gearbeitet. Von jedem Nebenfach wird eine Stunde abgeknapst, um sie für themenorientierte Projekte zu bündeln.

Mit dem Bezugsfach Gesellschaftslehre geht es um das Thema „Die Römer bei uns“. Das Bezugsfach Kunst ist dem Thema „Jedes Kind hat eine Stimme“ zugeordnet. Bei „Unsere Gewässer – von Aal bis Zuckermückenlarve“ sind die Bezugsfächer Biologie und Gesellschaftslehre, bei „Musizieren und Szenisches Spiel im Team“ sind es Musik und praktische Philosophie.

Die vier Projekte laufen parallel mit jeweils 16 Fünftklässlern als Teilnehmer. Nach sechs bis sieben Wochen wird gewechselt. Der erste Wechsel hat gerade stattgefunden. Erste Ergebnisse sind vorzeigbar, etwa ein aus Plastikabfällen gestalteter Fisch aus „Jedes Kind hat eine Stimme“, wo es unter anderem um Umweltschutz und Migration geht.

In einem Fragebogen hat Conny Schroers ermittelt, dass Theo, für den ihre Nichte Lucia Scholler übrigens die kleine Detektiv-Symbolfigur im Manga-Stil geschaffen hat, bei den Schülern sehr gut ankommt. Schulleiter Richter hat bei den Info-Abenden großes Interesse seitens Eltern von Viertklässlern festgestellt. Es gebe eine Sehnsucht nach einer anderen Art von Lernen, konstatiert Schulsozialarbeiterin Schroers.

Es wird dauernd ausgewertet, wie der themenorientierte Unterricht läuft. Im Frühjahr soll entschieden werden, ob Theo künftig auf die sechsten Klassen ausgedehnt werden soll.