Musikwochenende in Wachtendonk findet am 26. und 27. April statt.

Konzertveranstaltung : Wachtendonks sechstes Musikwochenende

Bei der Veranstaltung des Kulturkreises steht im Bürgerhaus „Altes Kloster“ der Folk im Mittelpunkt.

Die Veranstaltungsreihe des Wachtendonker Musikwochenendes wird in diesem Jahr fortgesetzt, allerdings nicht mehr an drei, sondern nur noch an zwei Abenden, und zwar am Freitag, 26., und Samstag, 27. April. Beginn ist im Bürgerhaus „Altes Kloster“ jeweils um 19.30 Uhr. Außerdem wird die Veranstaltung ab sofort immer unter ein musikalisches Thema gestellt. Diesmal steht „Folk“ unterschiedlicher Regionen im Fokus

Zum Auftakt des sechsten Wachtendonker Musikwochenendes präsentiert der Kulturkreis „Flatlanders Folk“. Schon seit ihrer Kindheit in Willich-Anrath sind die beiden niederrheinischen Brüder Martin Jonas Holzke und Fabian Jeronimo Holzke auf der Suche nach der Essenz von Musik und Text, nach dem kürzesten Weg zwischen Seele und Ohr. Während ihre musikalische Reise ziemlich vielfältig und durchaus unterschiedlich verlief – klassische Gitarre, Funk, Hardcore, Heavy Metal, Seventies-Rock, Gothic und noch so einiges mehr –, war die folkloristische, vor allem irisch-keltische Musik eine konstante Begleiterin. Dabei spannte sich der Bogen von familiären Bezügen über musikalische Jugendprojekte bis hin zu Bandkonstellationen verschiedener Besetzung. Die aktuelle Phase zeigt die zwei Flachländer in fokussierter, prägnanter Darbietung: Reduziert auf zwei Zupfinstrumente und Gesangsstimmen, wirken traditionelle Tänze und sowohl lebhafte als auch balladeske Songs extrem direkt und gläsern.

Danach folgt „Fragile Matt“ mit mehrstimmigem Gesang, umrahmt von fetzigen irischen und schottischen Tunes. Die Band, 2008 gegründet in Doolin, Irland, vom Iren David Hutchinson ist mit ihrer Musik in Deutschland, Holland und Irland unterwegs. Außer Hutchinson gehören die Österreicherin Andrea Zielke und die Deutsche Katja Winterberg zur Formation.

Auch das Trio „Fragile Matt“ ist im Bürgerhaus „Altes Kloster“ zu hören. Foto: Kulturkreis

Am Samstagabend sind im Bürgerhaus Steve Crawford und Sabrina Palm zu erleben. Craword ist Sänger und Gitarrist aus Aberdeen, Schottland. Mit seinen Bands wie „Catford“ und „Ballad of Crows“ sowie im Duo mit dem Mundharmonikaspieler Spider MacKenzie ist er schon durch ganz Europa und darüber hinaus getourt. Gemeinsam mit der Bonner Fiddlerin Sabrina Palm präsentiert der junge Schotte nun Musik aus seiner Heimat. Mit seiner einfühlsamen Stimme entführt er die Zuhörer in die Weiten des schottischen Hochlands. Es geht in den Liedern um Liebe und Tod, die See und die Berge. Die Bonnerin spielt seit ihrer Jugend keltische Musik und hat als erste Deutsche die Prüfung zum Lehrer für traditionelle Musik in Dublin bestanden.

Den Abschluss des Wachtendonker Musikwochenendes gestalten „An Erminig“. Die authentische bretonische Band außerhalb der Bretagne wurde 1975 in Bonn gegründet und ist seit 1976 im Grenzraum Saarland-Lothringen ansässig. Die Gruppe steht seit über vier Jahrzehnten für eine kontinuierliche, eigenständige Arbeit an der keltischen Musik der Bretagne, einer Region, die nicht zuletzt durch zahlreiche Städtepartnerschaften eng mit dem Bundesgebiet verbunden ist. „An Erminig“ ist stets offen für innovative Einflüsse, bewahrt aber auch den Respekt vor den traditionellen Wurzeln der bretonischen Musik. Das aktuelle Programm des Ensembles heißt „Gourlen“ (Flut), es ist die musikalische Beschreibung der Küstenlandschaft ‚Ar Mor’ der Bretagne und der Menschen, die am, mit und vom Meer leben.

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