Brauchtum : „Stroels Ploatt“ lebt weiter

Rund 400 Gäste verfolgten die Veranstaltungen im Forum des Gymnasiums.

Wie in jedem Jahr veranstaltete der Straelener Kulturring „Osen Oevend op Stroels Ploatt“. Rund 400 Gäste nahmen in zwei Vorstellungen im Forum des Straelener Gymnasiums daran teil und freuten sich an einem gut zweistündigen Programm. Die Nachmittagsveranstaltung startete musikalisch mit dem MGV „Concordia“, während am Abend Anita Mysor, unterstützt von ihrer Tochter Jannis und begleitet von Benjamin Hantke, dabei war. Durch das Programm führte Jürgen Coenes.

Als erste auf der Bühne stand Stadtarchivarin Claudia Kurfürst, die einen informativen Vortrag über das längst aus dem Stadtbild verschwundene und von vielen Gästen schmerzlich vermisste „Sint Josefhuus“ hielt. Danach hatten die vier Sieger des Schülervorlesewettbewerbs ihren großen Auftritt, ehe Christa Valks-Buchmann von den Vorbereitungen auf ihre Silberhochzeit berichtete: „Und dann noch etwas zu trinken bringen.“

Mechthild Foitzik und Elisabeth Dercks trafen sich dann als „Twie Frollie ut de Stoadt on van et Loand“, ehe Heinz Velmans und der als Priester verkleidete Jürgen Coenes am „Guije Vriddeg“ diskutierten, ob es sich bei Frikadellen tatsächlich um Fleisch handle. Mit dem Song „Ek hebb ennen Druem“ rundeten Annie und Jannis Mysor die erste Runde stimmgewaltig an.

Auch der zweite Teil startete mit Musik. Meret Kurfürst und Lukas Langenstein präsentierten ihre Ploatt-Version des Hits „Je ne parle pas francais“. Fester Bestandteil jeder Veranstaltung ist auch das Märchen von Hannes Eckhardt, der im Lehnstuhl auf der Bühne Platz nahm und vom „Wies Schneiderke“ berichtete. Die „Twie Fröönde“ Christoph Broeckmann und Frank Dercks plauderten über ihren Ehealltag, ehe Paul Niskens humoristisch und mit viel Selbstironie auf die Probleme des Älterwerdens einging. Zum Schluss wurde es dann noch einmal besonders lustig, als die Damen des „Frolievisit 2.0“ (Claudia Kurfürst, Anne Pasch, Leni Brimmers, Elisabeth Dercks und Christoph Broeckmann) nicht nur einander, sondern auch den Westwall, die neue „Event-Beleuchtung“ oder den Edeka-Wegzug gekonnt durch den Kakao zogen, denn „wir Straelener haben es doch am liebsten, wenn es so bleibt, wie es immer war“.

Den musikalischen Schlusspunkt setzte Annie Mysor mit den Songs „Fiftech Joar Kulturrenk Stroele“ und „Abschied von Stroele“.