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Geldern: Mütter bauen Spielplatz

Geldern : Mütter bauen Spielplatz

Dank des Engagements einer Elterninitiative sind auf dem Ponter Spielplatz neue Geräte installiert worden. Für die Frauen bedeutete dies einen enormen Arbeitsaufwand.

Derzeit ist von den Neuerungen nicht viel zu sehen. Denn das Wasser steht knöcheltief auf dem Ponter Spielplatz Wendersstraße. "Den ersten Test haben wir aber schon erfolgreich abgeschlossen", erzählt Daniela Linßen. Am 1. November hatten die Ponter Kinder die neuen Geräte in kleinem Kreis eingeweiht. Gestern wurden sie offiziell an die Stadt übergeben. Die Neuanschaffungen sind das Ergebnis der Bemühungen der Elterninitiative "Spielplatz für Pont".

Neben Daniela Linßen bilden Kerstin Thissen, Petra de Ryck, Petra Naß und Simone Korbmacher die Elterninitiative. Im Frühjahr wurden sie erstmals aktiv. Die meisten der Geräte seien ebenso alt wie der Spielplatz selbst: gut 30 Jahre. "Das ist nichts für kleine Kinder", meint de Ryck. Also habe man sich gesagt: "Es müsste sich etwas verändern – aber es muss angepackt werden."

Kein Geld in der Kasse

Und dies taten die engagierten Mütter. Doch die erste Reaktion der Stadt auf einen entsprechenden Antrag zur Neugestaltung des Spielplatzes war ernüchternd. "Es ist kein Geld in der Kasse, und der Spielplatz sei auch noch in Ordnung", sagt Petra de Ryck zur Antwort der Stadt. Daher wurde die Beschaffung von finanziellen Mitteln in die eigene Hand genommen.

Durch verschiedene Aktionen kamen schließlich rund 2000 Euro an Spenden zusammen. Davon wurden eine Balancierstrecke mit drei Schwebebalken, ein dreistufiges Reck und zwei Hopserplatten angeschafft. Der Heimat- und Verkehrsverein spendete eine Buche, die Stadt errichtete eine Parkbank und tauschte den Sand auf dem Spielplatz aus.

Der Arbeitsaufwand sei enorm gewesen, erzählt Daniela Linßen. "Wir haben viele Stunden damit zugebracht, den Spielplatz auszumessen, Angebote einzuholen und Gespräche mit der Stadt zu führen." Die Geräte stellten die Frauen selbst auf, "mit unseren Männern". Zudem wurden sie von Markus Hacks unterstützt, der unter anderem die Fundamente legte.

"Es war eine super Aktion", freut sich Petra de Ryck. Damit sind die "fünf Hausfrauen, die den Mund etwas zu voll genommen haben", aber noch nicht fertig. Bei der Stadt liegt ein Antrag über weitere Baumaßnahmen, die nächsten Spendenaktionen sind geplant.

"Die Ponter sind der Zeit voraus", sagte Bürgermeister Uli Janssen gestern. In Zukunft werde man sich "noch weniger Kleinigkeiten leisten können". Umso wichtiger sei das Engagement von Vereinen und Elterninitiativen wie in Pont.

(RP)